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E-ROLLER-TEST

VERGLEICH: ADAC TESTET FÜNF ELEKTROROLLER


Text: Jens Riedel (auto-medienportal.net)
Fotos: auto-medienportal.net/ADAC
 

E STATT OKTAN

Der ADAC testet fünf E-Roller der 125er-Klasse: Keiner davon ist „sehr gut“, die Notenbewertungen liegen zwischen 2,2 und 3,3


Elektroroller-Vergleichstest


Leichtkraftroller (Deutschland) beziehungsweise Moped- und Motorradroller (Österreich) sind derzeit stark nachgefragt. Der deutsche ADAC (Europas größter Verkehrsclub) hat nun fünf Elektroroller getestet, die führerschein-, versicherungs- und leistungsmäßig der 125-Kubik-Klasse entsprechen. Geprüft wurden die Modelle auf Alltagstauglichkeit, Ergonomie, Antrieb und Fahreigenschaften im Fokus. Alle Testkandidaten bestanden die Prüfung, allerdings konnte keiner den Automobilclub mit einem „sehr gut“ überzeugen. Zwei der getesteten Roller schnitten befriedigend ab, drei lieferten gute Ergebnisse.

Sieger ist das neueste Modell im Test: Der Silence S01, mit der Note 2,2. Das 6490 Euro (Preis für Deutschland) teure spanische Modell – es ist weitgehend baugleich mit dem 2021 auf den Markt kommenden Seat MÓ eScooter 125 – überzeugte vor allem durch seine durchdachte Konzeption: Der große Akku, der für eine ordentliche Reichweite von 90 Kilometern sorgt, kann einfach ausgebaut und transportiert werden. Nach dem Herausnehmen wird der Akku zum Trolley und lässt sich bequem zum Laden in Haus oder Wohnung ziehen. Der beste Bremsweg und gute Ergebnisse bei Beschleunigung und Reichweite sowie Stauraum unter der Sitzbank für zwei Helme sorgen für weitere gute Noten.

Auf einem gemeinsamen zweiten Rang mit der Note 2,5 folgen die E-Schwalbe von Govecs und die Vespa Elettrica 70 von Piaggio. Beide sind preislich ähnlich wie der Testsieger – damit sind auch die drei teuersten Modelle im Test auf den drei vorderen Rängen zu finden. Die Vespa allerdings enttäuscht die Tester durch die mäßige Höchstgeschwindigkeit von 67 km/h und die träge Beschleunigung. Abgesehen von der allenfalls durchschnittlichen Reichweite (68 Kilometer) und dem fest eingebauten Akku überzeugt die elektrische Vespa aber mit ihren Fahreigenschaften und tollem Komfort.
 

008 E-Roller-Vergleich_Reichweite
Reichweite
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Ladezeit
 

Die E-Schwalbe von Govecs bietet die besten Fahrleistungen, ein ausgewogenes Fahrwerk und (als einziger Roller im Test) zumindest optional ein Antiblockiersystem. Gerade beim Bremsweg patzt der Testroller ohne ABS – der ist mit 12,3 Metern aus 50 km/h der schlechteste im Testfeld. Auch der hohe Stromverbrauch fiel negativ ins Gewicht, der Akku reichte nur für 67 Kilometer.

Der in Deutschland meistverkaufte E-Roller, der Niu NQi GT (mit der Note 2,7), sicherte sich nur den vierten Platz. Vor allem die unbequeme Sitzposition, die lange Ladedauer (9,2 Stunden bis zur Vollladung) sowie der geringe Stauraum fielen negativ auf. Letzter im Test, mit deutlichem Abstand, ist der Trinity Uranus R. Der optionale zweite Akku erhöht neben dem Preis zwar auch die Reichweite, doch schwache Scheinwerferausleuchtung, das schlecht ablesbare Display und die längsten Ladezeiten kann er nicht ausgleichen. Das Ergebnis: Note 3,3.

Elektroroller-Vergleichstest


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