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VINTAGE

DOROTHEUM-AUKTION ROLLER, KABINENROLLER UND MINI-AUTOS


Text: Redaktion
Fotos: Dorotheum GmbH & Co KG
 

ROCK 'N' RRROLL

Im Dorotheum Wien kam ein Teil der berühmten Sammlung des Rrrollipop-Museums aus dem niederöstereichischen Eggenburg unter den Hammer. Das „kleinste Auto der Welt“ erzielte einen sagenhaften Preis von 85.100 Euro!

Maico Maicomobil MB175-200
Maico Maicomobil MB 175/200 aus 1953, Rufpreis 2000 Euro,
erzielter Preis 13.225 Euro



„Sammlung RRR“ oder „Rrrollipop“: Die drei R stehen für „Roller, Rollermobile und Raritäten“ – und an die 130 dieser herzergreifenden Fahrzeuge aus der frühen Nachkriegszeit fanden in Vösendorf am 10. Juli 2020 im Rahmen einer Versteigerung des Wiener Dorotheums neue Besitzer.

Zusammengetragen und für die Nachwelt konserviert beziehungsweise „am Leben erhalten“ wurden die erstaunlichen Mobile von den Sammlern Norbert G. Mylius und Erich Schenkel, die in den 1950ern mit ihren Rollern (Lohner) oder Kabinenrollern (Messerschmitt) auch an Sportbewerben teilnahmen und damit sogar am Staatsmeisterpodest standen. Von 2003 bis 2019 waren die Fahrzeuge (neben begleitenden anderen zeitgenössischen Exponaten) das Rückgrat der Rrrollipop-Schau in Eggenburg.

Triumph Tessy_Luxus_1956
Triumph Tessy Luxus aus 1956, Rufpreis 500 Euro,
erzielter Preis 5520 Euro
Douglas Vespa_125_2L2_1952
Douglas Vespa 125 2L2 aus 1952, Rufpreis 1500 Euro,
erzielter Preis 9660 Euro
 

Roller, die fast größer und ausladender sind als ein Auto (etwa das Maicomobil aus 1953) oder Miniautos, die man fast auf dem Gepäckträger eines Mopeds transportieren könnte (Peel P.50 aus 1963) – die Sammlung ist ein Kaleidoskop der skurrilsten Nachkriegswunder der Fahrzeuggeschichte. Auch viele wichtigen Zweiräder der Rollerhistorie konnten ersteigert werden, darunter Lambretta, Vespa, HMW, Lohner, Puch, KTM, Rumi, Heinkel, Glas, NSU, Peugeot oder andere.

New-Map Rolux_VB60_1949
New-Map Rolux VB 60 aus 1949, Rufpreis 4000 Euro,
erzielter Preis 18.975 Euro
Messerschmitt KR175_1954
Messerschmitt KR 175, Rufpreis 5000 Euro,
erzielter Preis 36.800 Euro
 

Hier geht’s zum ONLINE-KATALOG der Auktion „Sammlung RRR“

PDF-Download aus dem
„Dorotheum My Art Magazine Nr. 15“
über die „Sammlung RRR“
pdf
 


Peel P.50_1963
Peel P.50 aus 1963, Rufpreis 10.000 Euro,
erzielter Preis 85.100 Euro
Peel Trident_1965
Peel Trident aus 1965, Rufpreis 10.000 Euro,
erzielter Preis 66.700 Euro

 
Alles über den Peel P.50, der in der RRR-Auktion des Wiener Dorotheums am 10. Juli 2020 den Höchstpreis von 85.100 Euro erzielte:
Seit 1984 in der Sammlung RRR; unrestaurierter Originalzustand; einer von nur 47 gebauten P.50. Peel ist ein beschauliches Hafenstädtchen auf der Isle of Man, die vor allem für ein halsbrecherisches Motorradrennen bekannt ist. In den späten 1940er-Jahren gründeten Cyril Cannell und Henry Kissack ebendort die Peel Engineering Ltd., die sich alsbald ganz dem neuartigen Fiberglas verschrieb und alles mögliche daraus baute: Boote, Motorradverkleidungen, Mistkübel und Autos. 1955 entstand der Prototyp eines 2+2-sitzigen Autos, das jedoch nie in Serie ging. Das sollte sich 1962 ändern, als man mit dem P.50 das erste auf der Insel gebaute Auto präsentierte.
Das hatte drei winzige Räder, eine ebenso winzige Kabine, einen Scheinwerfer, einen 50-Kubik-Zweirad-Union-Motor und gerade genug Platz für einen Menschen – in anderen Worten: Es war das kleinste Auto der Welt. Ein ausführlicher zeitgenössischer Test schloss mit den Worten: „It proved to be all that is needed to carry one man on short journeys that would be either too far or too wet to walk easily.“ Damit war eigentlich alles gesagt. 199 Pfund kostete der P.50, später nur noch 178 und dann 165, und trotzdem sind keine 50 Stück von ihm entstanden.
Der RRR-P.50 trat gemeinsam mit seinem großen Bruder Trident im Jahr 1984 die Reise von der Insel nach Wien an. Er war im wunderbaren Originalzustand erhalten, brachte sein originales Registration Book mit und trug noch seine allererste Nummer. Gleich beim Goggomobil-Treffen 1985 versetzte er die 250er-Goggos auf der 74-Kilometer-Fahrt in Angst und Schrecken. Auch den Seiberer bezwang er souverän. Im Museum genauso wie bei gelegentlichen Ausfahrten (immerhin wurde er im neuen Jahrtausend sogar zugelassen) stahl er gemeinsam mit dem Trident in Sachen Skurrilität allen anderen Fahrzeugen ohnehin die Show.

Steyr-Puch 500 1958Steyr-Puch 500 Modell Fiat aus 1958, Rufpreis 4000 Euro,
erzielter Preis 32.200 Euro
 


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