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ROLLER-DAUERTEST

SUZUKI BURGMAN 125 ABS (KILOMETERSTAND: 1168)


Text & Fotos: Redaktion
 

MEHR ALS KOSMETIK

Spürbar und erfahrbar – das „kleinste“ Modell der Burgman-Baureihe erreicht den nächsthöheren Level


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Dynamischeres Design,
noch mehr Luxus, noch mehr Alltagstauglichkeit – der kräftig überarbeitete 2014er-Burgman will zu den bekannten und begehrten Tugenden des seit 2002 angebotenen Premiumrollers noch ein Schäuflein zulegen. Über 150.000 Exemplare des kleinen Burgmans rollen bis jetzt in Europa – wie stehen die Chancen auf weiterhin kräftig wachsende Stückzahlen?

Gut, wenn nicht sogar sehr gut. Kommen wir gleich zu einem der Kernpunkte – und zwar zu dem, der bislang ein etwas wunder Punkt im sonst so runden Suzuki-Burgman-Konzept war: Die von manchen Fahrern als mehr oder weniger störend empfundene Anfahrschwäche des Vorgängermodells ist weg. Es gibt keine Nachdenkpause mehr, bis der Motor ein paar tausend Umdrehungen drauf hat und die automatische Fliehkraftkupplung endlich zupackt. Auch die Variomatikabstimmung scheint gelungen, alles geht flüssiger, wirkt müheloser. Damit ist der Burgman beileibe (er wiegt 161 Kilo vollgetankt) kein unerbittlicher Ampelsprinter – aber man geniert sich keineswegs, sich ganz vorne einzureihen, denn man kann sich behende wieder aus dem Staub machen.

Bis Tacho 80 beschleunigt der Burgman sehr ambitioniert, bei Tacho 100 läuft er ehrliche 91 km/h. Die gesetzlich erlaubten 11 kW (15 PS) werden vom wassergekühlten SOHC-Vierventiler mit seinen 9,1 kW (12,4 PS) ncht ausgenützt – umso erstaunlicher ist die noch während der Einfahrzeit gemessene (und bei Windstille jederzeit reproduzierbare) Höchstgeschwindigkeit von 105 Stundenkilometern, der Tacho jubiliert dabei schon oberhalb des 115er-Teilstrichs. Die Nenndrehzahl des Motors konnte im Vergleich zum Vorgängermodell um 1000 Umdrehungen gesenkt und dadurch das Drehmoment auf 13,5 Newtonmeter erhöht werden. Auch wenn der Achtelliter-Gran-Turismo damit noch lange kein Muskelprotz ist, man spürt es und ist erfreut.

Gleich die nächste gute Nachricht: Über weite Strecken sind wir den Burgman mit einem erstaunlich geringen Durchschnittsverbrauch von 2,5 Liter pro hundert Kilometer gefahren, mit fast ständig offenem Gasgriff. Einen Verbrauch von über drei Liter zu erreichen, wird im Alltag kaum möglich sein. Es gibt ein neues grünes Eco-Lämpchen im Cockpit, das spritsparende Fahrweise unterstützen soll und bei gleitender bis segelnder Fahrweise aufleuchtet. In der Praxis ist man mit einem 125er aber fast immer ein Getriebener des Verkehrsgeschehens und kann sich kaum um Zurückhaltung scheren, umso erfreulicher ist der ermittelte Burgman-Verbrauch. Sollten wir im Rahmen des „motomobil“-Dauertests mit Hilfe des Eco-Lämpchens den Spritkonsum tatsächlich weiter einschränken können, würde sich der neue Burgman in eine Reihe mit den drei oder vier derzeit sparsamsten 125ern stellen.

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Opulentes Cockpit wie
bei Maxiscootern
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Die ABS-Bremsanlage funktioniert
so gut wie perfekt
 
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Man staunt immer wieder,
was man alles unterbringt
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Im versperrbaren der beiden Handschuhfächer
findet man auch die 12-Volt-Steckdose
 
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Die Lenkerarmaturen sind
solid und griffsicher
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Am Trittbrett ist viel Platz
für Fahrer und Sozius
 
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An der Zapfsäule freut man sich über den
geringen Burgman-Treibstoffverbrauch
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Offensichtlich ist der Motor mit dem enorm
großen Auspufftopf sehr gut abgestimmt
 

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Fesches Heck wie beim
großen 650er-Burgman
Dabei wurde die Frontsilhouette des Burgman vergrößert – das Windschild ist gleich um elf Zentimeter höher als das alte. Vielleicht ist die Aerodynamik dadurch sogar verbessert. Jedenfalls sitzt man trotz der geringen Breite des Schilds sehr gut wettergeschützt, und durch dessen gelungene Venturi-Hinterlüftung gibt es bei den erreichbaren Tempi keinerlei Sog und Verwirbelungen. Beim gediegenen Preis des ABS-Burgmans von 4790 Euro muss man auf jeden Fall mit einrechnen, dass man sich den Kauf einer Zubehör-Tourenscheibe absolut ersparen kann.

Die Knie des Fahrers sind dann wind- und wettergeschützt, wenn man sie recht knapp zusammenfaltet. Sie liegen sonst über der Oberkante des Vorbaus im Fahrwind, weil die Trittfläche ziemlich hoch angesetzt ist. Unterhalb der Trittfläche sind der Elf-Liter-Tank platziert und sogar auch die Batterie – der Begleiteffekt ist, dass besonders größere Personen einen für Rollerverhältnisse etwas engen Kniewinkel hinnehmen müssen. Das fällt besonders beim ersten Aufsitzen auf, nach einiger Zeit kann man sich daran gewöhnen. Die Trittbretter selbst sind – für einen Roller in verwindungssteifer Tunnelbauweise – äußerst geräumig: Sowohl Fahrer als auch Sozius finden mehrere Möglichkeiten, die Füße abzustellen. Für sicheren Stand am Boden sind die Trittbretter in Fahrzeugmitte tailliert.

Zu den ganz großen Stärken des Suzuki Burgman 125 zählen nach wie vor die enorme Sitzbank und der riesige Gepäckraum. Wäre man respektlos, dann müsste man sagen, der Sattel hat Dimensionen wie das Gesäß eines Bierkutscherpferds. Er besitzt jetzt keine Fahrerrückenlehne mehr, dadurch hat man für die Sitzposition noch mehr Spielraum. Nach der Fernentriegelung per Zündschloss klappt die Sitzbank langsam auf und bleibt in offener Position. Darunter liegt eine große Höhle mit 41 Litern Fassungsvermögen. Das reicht für zwei ausgewachsene Integralhelme plus diverses Kleinzeug. Das Gesamtvolumen ist durch seine Formgebung außerdem sehr gut befüllbar und sehr gut ausnutzbar. Sagen wir so: Für eine Wochendtour braucht man kein Topcase, ist dennoch immer geschnäuzt und gekampelt und hat das passende Schuhwerk.

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Wie sagt man so schön?
Für Arbeit, Freizeit und Vergnügen
Außerdem sind die Beifahrerhaltegriffe so ausgeformt, dass man mit Gummispannern auch ohne Extra-Gepäckträger eine zusätzliche Gepäckrolle befestigen kann. In die vorderen Handschuhfächer passen 5,5 Liter: Rechts oben im Vorbau lassen sich zum Beispiel nicht allzu voluminöse Gore-Tex-Handschuhe unterbringen; das versperrbare Fach darunter ist noch tiefer und beherbergt eine 12-Volt-Steckdose, die so weit innenliegend angebracht ist, dass man auch mit einem eingestecktem Stecker die Klappe schließen kann.
Die Ausleger der Rückspiegel sind nicht übermäßig lang – dadurch wird auf eine vollkommen perfekte Sicht nach hinten verzichtet, dafür reichen sie aber über die Lenkerbreite nicht hinaus und erleichtern so das Durchkommen im Kolonnenverkehr. Das opulente Cockpit stünde einem Maxiscooter gut an, bis auf Außentemperaturanzeige ist alles da; die Anzeige des Durchschnittsverbrauchs kann von US-englischer Verbrauchsberechnug auf mitteleuropäische umgestellt werden.

Die eher kleine Bereifung mit 13 Zoll vorne und 12 Zoll hinten ist fahrstabil, denn der Radstand beträgt 1465 Millimeter – aus diesen Parametern nimmt der Burgman also nicht nur seine extrem geräumigen Platzverhältnisse, sondern auch sein ausgewogenes und (trotz des stattlichen Erscheinungsbilds) müheloses Handling. Sowohl die vordere 33er-Gabel als auch die mit Stereofederbeinen abgestützte Antriebsschwinge schaffen den Spagat zwischen Komfort und genügend straffer Abstimmung sehr gut.

Abschließend noch eines der Highlights des 2014er-Burgmans, nämlich die famose Bremsanlage mit dem neuen, besonders kompakten ABS-Modul von Nissin. Besser kann man sich die Bremserei in einem sowohl reise- als auch citytauglichen Achtelliterroller nicht wünschen: klarer Druckpunkt, erstklassige Dosierbarkeit und tolle Wirkung, ohne giftig zu sein. Suzuki hat beim Update der 125er- und 200er-Baureihe so ziemlich alles richtig gemacht – der Burgman lebe hoch, lang lebe der Burgman.


Das offizielle Promotionvideo zum
Suzuki Burgman 125/200 ABS:






TECHNISCHE DATEN:
SUZUKI BURGMAN 125 ABS
MOTOR 1-Zyl.-4-Takt, flüssig gekühlt, SOHC, 4 Ventile, EFI
HUBRAUM 125 ccm 
LEISTUNG 9,1 kW (12,4 PS) bei 8000/min 
DREHMOMENT 13,5 Nm bei 6500/min 
GETRIEBE autom. Kupplung, stufenlose Variomatik 
FAHRWERK Stahlrohrrahmen 
AUFHÄNGUNG vo/hi Telegabel 33 mm, Stereofederbeine 
RADSTAND 1465 mm 
FEDERWEG vo/hi 92/83 mm 
BEREIFUNG vo/hi. IRC MB99 110/90-13, 130/70-12 
BREMSEN vo/hi Scheibe 240/240 mm, Doppelkolben, ABS 
SITZHÖHE 735 mm 
TANKINHALT 11 l 
GEWICHT (vollgetankt) 161 kg 
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT 105 km/h 
TESTVERBRAUCH 2,5 bis 2,8 l/100 km 
EXTRAS div. Zierblenden, Topcase, Tunneltasche, GPS-Halterung, Sissybar, Alarmanlage, Abdeckplane 
PREIS € 4790,– 
VERTRIEB/INFO www.suzuki.at 




































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