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ROLLER-TEST

ERSTER FAHRBERICHT: VESPA PRIMAVERA 125 3V


Text: Michael Bernleitner
Fotos: Milagro (4), M. Bernleitner (3)

BLAUER HIMMEL UND VIEL SONNE!

Der erste Fahreindruck der neuen Primavera sagt uns, dass hier wahrscheinlich die wichtigste Vespa seit Einführung der GT- und GTS-Baureihe eingetroffen ist


001 VespaPrimavera125 kl
 


Es ist die schönste – um fairen Preis erhältliche – Automatik-Vespa, die es bis jetzt gegeben hat. Das meinen so gut wie alle, die die erstaunliche neue Primavera bis jetzt in natura inspizieren konnten. Und so ganz nebenbei die erste Vespa überhaupt, in deren Sitzbank-Stauraum ein richtiger Integralhelm hineinpasst, so ganz ohne Zudrücken und Herummurksen. Die Vespa Primavera 3V ist wesentlich mehr als ein Modell-Update, so wie es zuletzt beim Einbau des Dreiventilmotors in die LX-Serie der Fall war. Vespa-Zukunft und Vespa-Heritage gleichzeitig, samt allem Markenpathos.

Allein durch den sechs Zentimeter längeren Radstand und das verwindungssteifere selbsttragende Blechchassis gibt es deutlich verbesserte Fahrstabilität. Mit 11 Zoll vorne und hinten ist die Primavera nicht im mindesten kippelig oder nervös, ohne die enorme Handlichkeit einzuschränken. Die neu konstruierte Vorderradschwinge bringt spürbar komfortableres Ansprechverhalten; auch an der Scheibenbremse und der hinteren 140-Millimeter-Trommelbremse kann man nichts aussetzen.

Neben dem quintessenziellen Vespa-Design und dem besseren Fahrwerk ist der neuerlich überarbeitete Dreiventiler mindestens ebenso erfreulich. Auf dem Papier leistet er zwar mit 7,9 kW (10,7 PS) um knapp ein PS weniger als in der LX, das dafür aber bei weniger Umdrehungen. Außerdem ist die Abstimmung des gesamten Antriebspakets hervorragend gelungen: Die Kupplung packt geschmeidig, doch bestimmt und unerbittlich schon beim ersten kurzen Dreh am Gasgriff zu – der Motor ist hier bereits bei niedrigen Drehzahlen genügend durchzugsstark, um die Primavera flüssig voranzutreiben.

Ganz ohne Übertreibung darf man behaupten, das hier der erste luftgekühlte Vespa-125er mit Variomatik ist, der wirklich leichtfüßig unterwegs ist. Das angenehme Motorgeräusch, ganz ohne Gekreisch des Gebläses, trägt psychoakustisch freilich zum positiven Gesamteindruck bei. Jedenfalls ist die Primavera ein fast unerwarteter Beweis dafür, dass ein Achtelliter-Roller noch deutlich unter der gesetzlichen Obergrenze von 11 kW (15 PS) für ordentliche Fahrfreude sorgen kann.

002 VespaPrimavera125 kl
Fesch, fesch: ein bisschen GTS, eine Prise 946
und ein Schuss Klassik in perfekter Kombination
003 VespaPrimavera125 kl
Für das in vielen Punkten verbesserte Fahrwerk
hat man sich in Pontedera tüchtig angestrengt
 
004 VespaPrimavera125 kl
Die neue Armaturenlandschaft
der „kleinen“ Vespa-Baureihe …
005 VespaPrimavera125 kl
… ist auch in der Nacht
ein echter Blickfang
 

An den Farben, an den Oberflächen und an der Verarbeitung (bis auf einige Spaltmaße in der Lenkerverschalung) der neuen Primavera kann man sich fast nicht satt sehen. Das analog-digitale Cockpit ist bei Tag und bei Nacht eine Augenweide, ebenso der große Rundscheinwerfer und die vorderen LED-Begrenzungslichter. Die neuen Lenkerschalter funktionieren besser und sind für Vespa-Verhältnisse ein Durchbruch; weitere Aufwertungen in der Ausstattung gibt es mit der elektrischen Fernentriegelung der Sitzbank, mit dem massiv verchromten Beifahrer-Haltebügel oder mit der verchromten und stimmig ins Design passenden Schlitzleiste an der Frontschürze.

Für Knie und Füße ist jetzt riesig Platz, auch der mit seiner neuen Kinematik viel leichter zu bedienende Hauptständer darf nicht vergessen werden. Die Primavera ist bereits erhältlich – mit ihrem Preis von 4299 Euro kostet sie genau um einen Hunderter mehr als die LX im Vorjahr, das kann durch die optische und technische Aufwertung mehr als rechtfertigt werden. Eine ABS-Version soll noch im Frühsommer 2014 kommen.

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Neben dem Vollvisierhelm haben sogar noch
Handschuhe und Nierengurt genug Platz
007 VespaPrimaveraLambri kl
Mastermind: Piaggio-Chefdesigner Marco Lambri hat sowohl die 946 als auch die Primavera „federführend“ gestaltet
 


Hier geht’s zur „motomobil“-Testfahrt mit der neuen Vespa Primavera am SIP-Youtube-Kanal:





TECHNISCHE DATEN: VESPA PRIMAVERA 125 ie 3V
Motor: 1-Zyl.-4-Takt, gebläsegekühlt, SOHC, 3 Ventile, EFI; Hubraum: 124,5 ccm; Leistung: 7,9 kW (10,7 PS) bei 7700/min; Drehmoment: 10,4 Nm bei 6000/min; Getriebe: stufenlose Variomatik; Fahrwerk: selbsttragende Stahlblechkarosserie; Radaufhängung vo/hi: Einarmschwinge/Triebsatzschwinge mit Monofederbein; Bremsen vo/hi: Scheibe 200 mm/Trommel 140 mm, wahlweise ABS; Bereifung vo/hi: 110/70-11, 120/70-11; Federweg vo/hi: 78 mm/70 mm; Radstand: 1340 mm; Sitzhöhe: 780 mm; Tankinhalt: 8 l; Gewicht: 130 kg; Höchstgeschwindigkeit: ca. 90 km/h; Verbrauch (Werksangabe): 2,1 km/l lt. WMTC; Preis (2014): € 4299,–; Vertrieb/Info:  www.vespa.at




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