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ROLLER-NEWS

SUZUKI BURGMAN 650 KOMMT 2013 NEU


Text: Michael Bernleitner
Fotos: Suzuki

SUPER-BURGI IST WIEDER DA

Die jüngste L3-Generation des verdienstvollen Luxusrollers erfindet das Genre nicht neu, sondern verfeinert die bewährten Charaktereigenschaften


SuzukiBurgman650_EICMA2012

Dass der große Burgman über elf Jahre hinweg weitgehend unverändert
bleiben konnte (hier der „motomobil“-Test des 2010er-Modells), ist in der sehr oft nach Sensationen hungrigen Zweiradbranche grundsätzlich ein eher positives Zeichen. Ein Hinweis auf solides technisches und optisches Fundament. Und so ist es auch erklärbar, dass die bisher kräftigste Überarbeitung des denkmalhaften Maxirollers kein neues Fahrzeug hervorbringt, sondern eigentlich ein Facelifting ist, wie es in anderen Zweiradsegmenten bereits nach zwei bis vier Jahren üblich oder notwendig ist.

002_SuzukiBurgman650_Mod.2013
 

Der neue AN 650 L3 sieht eindeutig nach Burgman aus, er ist groß und mächtig, er wirkt aber auch sichtlich moderner, etwas schnittiger und sogar feingliedriger. Verantwortlich dafür ist vor allem die modifizierte Scheinwerferpartie mit zusätzlichen LED-Begrenzungslichtern. Sowohl bei Abblend- als auch bei Fernlicht sind immer beide Scheinwerfer in Betrieb. Das Gesamtlayout des neuen Burgman bleibt weitgehend unverändert, auch die gewohnten Komfortattribute wie die elektrisch einklappbaren Rückspiegel und die elektrisch höhenverstellbare Windschutzscheibe wirken vertraut. Unter der Karosserie ist auch die grundsätzliche Stahlrahmenkonstruktion mit Alu-Hinterradschwinge die gleiche geblieben – am Heck wurde die Rahmenbreite jedoch verschlankt, um den Burgman-Auftritt nicht ganz so wuchtig zu gestalten.

Der Cockpitbereich wurde völlig umgestaltet, hier war das Alter des „alten“ Burgman auch am ehesten ersichtlich. Der neue Instrumentencluster besteht aus zwei symmetrisch angeordneten Rundinstrumenten und einem zentralen Digitaldisplay, das infomäßig komplett bestückt ist. Neben bei Tourenrollern üblichen Anzeigen wie Uhr oder Außentemperatur gibt es auch eine Info über den Momentan-Treibstoffverbrauch und eine Gangstufenanzeige für den manuell geschalteten Fahrmodus. Im Vorderbau gibt es dann noch wie gehabt drei sehr geräumige Ablagefächer, im rechten davon sitzt ein 12-Volt-Outlet. Dass die Haupttugend des Burgman nach wie vor seine extrem hohe Reisetauglichkeit ist, zeigen nicht zuletzt seine (ohne Werkzeug) um fünf Zentimeter verstellbare Fahrer-Rückenlehne und (in der Executive-Version) die in das Fahrzeugheck integrierte Beifahrer-Rückenlehne.
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Perlweiß, Mattgrau Metallic und
„Glasfunkelndes Schwarz“ sind die
Farben der 2013er-Burgmans
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Die Executive-Version hat
wie gewohnt Beifahrerlehne,
Sitzbankheizung und Heizgriffe

In den beleuchteten 50-Liter-Gepäckraum unter der breiten Komfortsitzbank passen zwei Integralhelme – und auch dann geht sich zusätzlich noch mindestens das Regengewand für zwei Personen aus. Das beiliegende Seilschloss, mit dem ein Helm außen befestigt werden kann, ist eine nette Dreingabe. In der Executive-Version ist die Sitzbank beheizt; auch die Griffheizung ist hier im Lieferumfang dabei. Für weiteren Gepäckraum sorgen das optionelle Topcase und die Tunneltasche aus dem Zubehörprogramm. Hier findet man auch eine zusätzliche Verbesserung des Wetterschutzes durch eine Seitenblende, die an der Vorderschürze anzubringen ist. Das kleine Kunststoffteil kann sogar als willkommener Karosserieschutz bei unbeabsichtigten Umfallern dienen.

Die Technik des Antriebsstrangs im 2013er-Modell kommt mit gezielten Detailverbesserungen. Von Suzuki wurden noch nicht alle technischen Daten veröffentlicht – man darf aber davon ausgehen, dass die bisher bekannte Leistung des 638 Kubik großen DOHC-Achtventil-Twins von 41 kW (56 PS) bei 7000 Umdrehungen weiter beibehalten werden kann, auch bei verbesserten Verbrauchswerten und geringeren Emissionen. Sowohl die überarbeitete Fliehkraftkupplung als auch die elektronisch gesteuerte Keilriemenautomatik haben jetzt geringere Reibungsverluste, was sich laut Suzuki in um 15 Prozent geringerem Treibstoffverbrauch im „Drive“-Automatikmodus niederschlägt. Im „Power“-Automatikmodus ist das Drehzahlniveau erhöht, der Burgman reagiert spontaner und beschleunigt schneller. Manuell können fünf (durch die Variomatik-Koni simulierte) Gangstufen durchgeschaltet werden. SECVT („Suzuki electronically controlled continuously variable transmission“) heißt das Powertrain-Wunderwerk, das in der Rollerwelt noch immer einzigartig ist.
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Kein „Raumschiff-Enterprise-Cockpit“
wie im Altmodell, sondern klassisches
Design in zeitgemäßer Produktionstechnik
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Vertrauter Herrensitz. Die drei feinen
Staufächer im Vorderbau wollen
wir auf gar keinen Fall missen
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Für den schnellen Zugriff auf
Essen, Trinken, das Handy oder
die Bordsteckdose
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Zwei ausgewachsene Integralhelme
mit allerhand Spoilern – und noch immer
bleibt Platz unter der Sitzbank

Der neue, etwas zarter aussehende Schalldämpfer-Endtopf mit dreieckigem Querschnitt soll ebenfalls zu zeitgemäßen Verbrauchswerten beitragen. Und schließlich finden wir im Cockpit eine grüne Eco-Kontrollleuchte, die sich dann bemerkbar macht, wenn der Scooter in verbrauchsgünstiger Weise pilotiert wird. Das Lämplein alleine spart natürlich keinen Sprit, doch es kann dem Fahrer beim Erlernen einer kosten- und umweltfreundlichen Fahrweise helfen.

Wenige und gezielte Maßnahmen beim Fahrwerk. Der Radstand bleibt mit 1595 Millimetern unverändert, auch die Federwege. Die neuen schwimmenden Bremsscheiben sollen die Bremsperformance noch standfester machen, ein echter Generationswechsel findet beim serienmäßigen ABS statt: Die Bestandteile des Regelsystems sind gleich um 55 Prozent leichter als im Vorgängermodell – der neue 650er Burgman soll dann auch um einige Kilo leichter sein als bisher, hier steht die exakte Gewichtsangabe aber noch aus. Der Brutto-Listenpreis des 2013er-Modells wird in Österreich um die 12.000 Euro liegen; der Verkaufsstart wird im März erwartet. Lang lebe der große Burgman, und auch seine Kinder!

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Der überarbeitete Antriebsstrang hat
weniger innere Reibung, der Treibstoff-
verbrauch soll zurückhaltend sein
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Bekanntes Chassis-Layout; im
Heckbereich ist der Stahlrahmen
jetzt etwas schlanker
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Die Burgman-Front 2013: Wir
werden wieder reisen wie
ein Erzbischof
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Das etwas geschliffenere und kantigere
Heck; der Dreiecks-Auspufftopf als
neues Erkennungsmerkmal
.


FINDE ICH GUT
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