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roller-test

YAMAHA T-MAX 500 WHITE ABS


Text & Fotos: M. Bernleitner

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Der Maxi-Scooter mit dem anerkannt besten und sportlichsten Fahrwerk gratuliert sich zum zehnjährigen Bestehen mit einer exquisiten Sonder-Edition


Yamaha Tmax 500 White
 

So um 2001 verlieren die Roller ihre Unschuld. Plötzlich ist der Yamaha T-Max da und alles ist anders. Im Sommer 2000 vorgestellt, geht er 2001 ins erste Verkaufsjahr. Das Pummelige, Putzige, ein bisschen Schrullige, das bis dahin manche Zweiradfahrer untrennbar mit der Rollerei verbinden, ist wie weggewischt. Ein Sportgerät mit den Genen, ja sogar mit manchen Ausstattungsdetails direkt von Yamahas Hypersportlern.

2008 kommt die zweite Version: mit Einspritzung statt Vergasermotor, Aluminiumrahmen aus Press- und Gussteilen statt Stahlrückgrat und mit noch präziserem Fahrwerk. In manchen enthusiastischen europäischen Ländern wie Frankreich und Italien führt der T-Max bis heute immer wieder die Roller-Verkaufshitparaden an, trotz seines Preises, der ihn eindeutig in die Liga der Prestigefahrzeuge rückt.

Der T-Max White ABS ist die aktuelle Sonderausgabe zum zehnjährigen Geburtstag des dynamischen Motorsessels. Es wandern 12.499 Euro über den Ladentisch – dafür bekommt man unbestritten das Beste, was der Rollerbau momentan zu bieten hat. Zur „White"-Sonderausstattung gehören unschuldiges Weiß, zweifarbige Sitzbank, feine Graphics und viele eloxierte Teile, polierte Räder in Titan-Optik und bronzefarbene Naben – der frische T-Max schmückt jede Garage und erst recht die Straße.

Klassischer Instrumentencluster mit allen Informationen
Klassischer Instrumentencluster
mit allen Informationen
008_YamahaTmax500White_kl
Immerhin passen Vollvisierhelm
plus kleine Einkaufstasche hinein

Knapp 1,6 Meter Radstand, Lenkgeometrie und die 15-Zoll-Bereifung mit Bridgestone Battlax ergeben zusammen mit dem völlig verwindungsfreien Chassis eine beeindruckende, unter Rollern unvergleichliche Fahrsouveränität. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt immerhin gestrichene 158 Stundenkilometer – auch bei diesem Tempo ist es unmöglich, irgendwelche Unruhen ins Fahrwerk einzuleiten, auch nicht in welligen Autobahnkurven. Die Einlenkwilligkeit ist beim tüchtigen Radstand klarerweise nicht radikal, alle Schräglagenwechsel gehen aber vollkommen mühelos von der Hand. In der Kurve läuft der T-Max dann wie auf den sprichwörtlichen Schienen: absolut unkippelig und brechenbar, dabei kann die Schräglage jederzeit genauestens nachkorrigiert werden. Sowohl schnelle Sweeper als auch engere Kurvenstrecken bereiten die pure Freude, lediglich in Spitzkehren verursacht der Radstand etwas Arbeit.

LED-Leuchtreklame seit dem Modellwechsel 2008
LED-Leuchtreklame seit
dem Modellwechsel 2008
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Die Sitzbank ist schön sportlich-straff, aber auch
auf längeren Etappen eine angenehme Unterlage
 
Der liegende Zweizylindermotor mit seinem Automatikgetriebe
ist starr mit dem Rahmen verbunden und von der Hinteradschwinge entkoppelt. Im Vergleich zu der bei Einzylinder-Rollern üblichen Triebsatzschwinge sorgt diese aufwändigere Lösung klarerweise für wesentlich besseren Federungskomfort. Die mächtige Bremsanlage passt ins hochwertige Gesamtbild, wobei das Antiblockiersystem recht spät in die Regelphase eintritt und somit kaum Bremsweg verschenkt. Auch auf nasser Fahrbahn schafft das ABS großes Bremsvertrauen.

An der Ampel setzt sich der merklich über 200 Kilo schwere T-Max von gut abgestimmten 300er-Rollern weniger deutlich ab, als es die 32 kW (43,5 PS) erwarten ließen. Seine ganz große Zeit erlebt der DOHC-Vierventil-Twin dafür im Bereich zwischen 50 und 140 Stundenkilometern, wo sich jedes Überholmanöver rasant und ohne Federlesen erledigen lässt. Für die kleineren Einzylinder sind solche Fahrleistungen in unerreichbaren Sphären. Angenehme Überraschung beim Treibstoffverbrauch: Meistens wird man knapp fünf Liter pro hundert Kilometer nachfüllen müssen, mehr als 5,1 Liter sind nie notwendig.

Hinter der Scheibe sitzt es sich verwirbelungsfrei auf der unglaublich geräumigen und komfortablen, trotzdem genügend straffen Sitzbank; tadellos angeordnete Infos im Cockpit; perfekte Platzierung der Rückspiegel. Somit ist der T-Max auch ein würdiger Reisebegleiter. Ganz wird die Sportlichkeit aber nicht verleugnet: Wir hatten die Gelegenheit, halb Österreich im heuer modernen „Starkregen" zu durchqueren und konnten dabei feststellen, dass der Wetterschutz für Hände und Füße bei weitem nicht so ausgeprägt ist wie bei den dicken Tourenschiffen Honda Silver Wing und Suzuki Burgman 650.

Bauartbedingt bieten einige hubraumkleinere Yamaha-Roller mehr Gepäckraum unter der Sitzbank, es bleibt aber genügend Platz für den Integralhelm und eine kleine Tasche. In der Vorderschürze gibt's noch zwei sehr tiefe (nicht versperrbare) Handschuhfächer; ein 12-Volt-Anschluss ist nicht vorgesehen. Das, was da ist, hat aber die edle Verarbeitungsqualität, die dem Preis der Maschine gerecht wird. Hoffen wir darauf, dass uns der T-Max weitere zehn Jahre erhalten bleibt.


TECHNISCHE DATEN: YAMAHA T-MAX 500 White ABS
MOTOR 2-Zyl.-4-Takt, flüssig gekühlt, DOHC, 8 VEntile, EFI
HUBRAUM
499 ccm
LEISTUNG
 32,0 kW (43,5 PS) bei 7500/min
DREHMOMENT
 46,6 Nm bei 6500/min
GETRIEBE
 autom. Kupplung, stufenlsoe Variomatik
FAHRWERK
 Aluminium-Verbundrahmen
AUFHÄNGUNG vo/hi
 Telegabel 43 mm, Zentralfederbein
RADSTAND
 1580 mm
FEDERWEG vo/hi
 120/116 mm
BEREIFUNG vo/hi
 Bridgestone Battlax 120/70-15, 160/60-15
BREMSEN vo/hi
 2 x Scheibe 267 mm/Scheibe 267 mm, ABS
SITZHÖHE
 800 mm
TANKINHALT
 15 l
GEWICHT VOLLGETANKT
 225 kg
SPITZE
 158 km/h
TESTVERBRAUCH
 4,8 bis 5,1 l/100 km
PREIS
 € 12.499,-
VERTRIEB/INFO
www.yamaha-motor.at




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