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E-ROLLER-VORSTELLUNG

SMART BRINGT DEN ESCOOTER


Text: Redaktion
Fotos: Daimler AG

WUNSCHKONZERT

Nach dem Daimlerschen Reitwagen aus 1886 will Mercedes erstmals wieder ein motorisiertes Zweirad bauen. Aber doch noch nicht so bald



Der gerüchteweise seit dem Frühsommer als Cybergeist rollernde Daimler-Elektroscooter ist doch noch viel weiter von einer Serienproduktion entfernt als man es erwartet oder erhofft hätte – frühestens in zwei bis drei Jahren könnte es so weit sein. Da sind aber dann bereits auch Honda, Yamaha und Piaggio mit reichweitenstarken E-Bikes am Markt und die Karten sind wieder ganz anders gemischt. Der elektrische Durchbruch lässt also noch auf sich warten.

02_Smart_escooter
Ähnlich wie der „große“ Smart hat auch
der Roller austauschbare Kunststoffverschalungen.
Von Düsentrieb für Tick, Trick und Track?
01_Smart_escooter
Ein Hinterrad-Fender gegen Spritzwasserfontänen
kommt noch. Aber sonst könnte man sich mit
einem Einspur-Smart durchaus anfreunden …

Einige Details am Smart escooter lassen deutlich darauf schließen, dass der Elektroroller ein geschickt platzierter Versuchsballon ist, der jetzt einmal Publizität erntet und die Publikumsreaktionen ausloten soll. Bei der genial praxis- und alltagsfernen Idee, ein iPhone in den Lenker zu klinken, das dann als Tacho und Bordcomputer dient, muss man nicht unbedingt in frenetischen Jubel und Begeisterung ausbrechen. Wenn’s regnet, stecken wir es halt wieder weg, und wenn die Sonne stark scheint, man muss ja nicht unbedingt was erkennen drauf … Oder bekommt Vorstandsvorsitzender Dr. Dieter Zetsche jetzt vom Rollkragenpulloverfan aus Cupertino Verkaufsprovisionen für das iPhone?

Ein Totwinkel-Assistent, E-Roller-ABS und ein Airbag in der Frontschürze sind interessante Diskussionsbeiträge und tolle technische Errungenschaften, wenn es denn einmal tatsächlich so weit sein sollte; LED-Lichter sitzen nicht nur am wohl proportionierten Donald-Duck-Hintern, sondern auch im vorderen Scheinwerfer; der Nabenmotor im Hinterrad ist eine logische Lösung. Mit 4,0 kW (5,4 PS) Peak Power wäre der Smart durchaus spurtstark, mit 45 Stundenkilometern Spitze fällt er aber versicherungstechnisch in die 50-Kubik-Einstufung. Das ABS ist so gefinkelt, dass vorne hydraulisch gebremst wird und hinten elektrisch – nämlich per Rekuperation, Bremskraftrückgewinnung. Ansätze dazu hatte bereits der Vectrix, die Bremswirkung am Hinterrad durch Rekuperation ist allerdings bescheiden, ABS ist garantiert. Eine praktikable Umsetzung dieser Idee wäre ein Durchbruch und ganz sicher kein billiges Feature. Laut Smart/Daimler passen unter die Sitzbank die Helme von Fahrer und Sozius. Dazu noch Ladegerät und Ladekabel. Und weiters der Akku (mit einer nicht näher benannten Lithium-Ionen-Technologie) mit sagenhaften knapp 4000 Wattstunden! Dass damit locker 100 Kilometer Reichweite möglich wäre, ist einleuchten. Ein Beifahrer soll auf einem wundersam ausklappbaren Sitzbrett über dem Hinterrad thronen, für eine neue spannende Gewichtsverteilung …

Als grundsätzliches Daimler-Bekenntnis zur zweirädrigen Fortbewegung verdient der Smart escooter eindeutig unsere Hochachtung – unter diesem Aspekt ist er eine willkommene Bereicherung. Den Rollermarkt revolutioniert er jetzt einmal (vorerst?) nicht.



FINDE ICH GUT
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