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NEUE KONZEPTE

POLARIS SLINGSHOT KOMMT NACH EUROPA


Text: Redaktion
Fotos: Polaris (5), M. Bernleitner (1)
 

MITREISSEND

Kurvenschleuder, Rennauto, Side-by-Side-Scooter oder der pure Wahnsinn?


Polaris Slingshot
 


Und wieder eine neu destillierte Essenz des Fahrens, noch dazu zum verdaulichen Preis? Das im Sommer 2014 erstmals vorgestellte Power-Trike des US-Freizeitkonzerns Polaris wird für die Saison 2016 auch auf dem europäischen Markt eingeführt. Versprochen wird ein „sehr direktes“, vielleicht sogar ein drastisches Fahrerlebnis, das durch elektronische Fahrhilfen wie ESP und ABS jedoch mit hohem Sicherheitsfaktor genossen werden kann.

Auf den ersten Blick wirkt der Slingshot wie ein KTM X-Bow, der eines der Hinterräder verloren hat – im Detail ist aber das Konzept völlig anders: Der zirka 125 kW (170 PS) starke Ecotec-Vierzylinder-Frontmotor (mit Kardan- und Keilriemenantrieb zum 255er-Hinterrad) steht dem bis zu 220 kW (300 PS) leistenden Mittelmotor des X-Bow gegenüber. Dafür wird der Preis des Slingshot (mit je nach Modell) geschätzten 20.000 bis 25.000 Euro gerade einmal einmal ein Viertel aus der Schatulle der Lenkrad-Enthusiasten ziehen – dafür gibt es (bis auf den Zahnriemen) kaum Karbon und bodenständigere Fahrwerkskomponenten, die nicht aus dem absoluten Race-tech-Bereich kommen so wie beim KTM. Das Gewicht ist mit knapp 800 Kilo ungefähr vergleichbar.

Auch vom technisch ebenfalls avantgardistischen, halb so schweren Can-Am Spyder unterscheidet sich der Slingshot durch die völlig unterschiedliche Passagier-Anordnung und Lenkung sehr klar. Die genauen Preise, Leistungsmerkmale und technischen Details werden von Polaris bis Ende des Jahres bekanntgegeben.

Polaris Slingshot
Polaris Slingshot
 
Polaris Slingshot
Polaris Slingshot
 


HINTERGRUND: ZUR GESCHICHTE DER US-TRIKES
Das weithin bekannte Servi-Car von Harley-Davidson aus der Depressionszeit hat pragmatische Ursachen und war immer für den betrieblichen beziehungsweise den Polizeieinsatz konzipiert.
Zeitsprung: Vorne eine lange Telegabel wie ein „Easy Rider“, hinten zwei fette Walzen wie ein Dragster – so kannte man US-Trikes dann spätestens seit dem Auftritt des „Tricycle Mans“ Jeff Goldblum im Robert-Altman-Film „Nashville“ und verband damit gerne den Traum von der mystischen großen Freiheit on the road. Der wahre Hintergrund zum Dreirad-Boom der 1960er und 1970er ist betrüblicher: Weil das oftmalige militärische Engagement der Vereinigten Staaten in Konfliktschauplätzen wie Korea- und Vietnamkrieg zu einem beträchtlichem Käuferpotenzial an „disabled persons“ unter den Veteranen führte, wurde das Trike zur echten Alternative zum herkömmlichen Motorrad. Auch die erst später auftretenden Dreiräder auf Basis der Honda Gold Wing wurden nicht wegen ihrer Fahrdynamik gekauft, sondern weil man damit die Nase in den Wind halten kann, ohne den labilen Unwägbarkeiten eines Bikes ausgeliefert zu sein.
Erst die Präsentation des Can-Am Spyder nach der Jahrtausendwende brachte fühlbare sportliche Performance in die Welt der Trikes. Der Polaris Slingshot hingegen darf eher als dreirädrige und preisgünstige Abwandlung des KTM X-Bows und damit der Automobilität gelten.
In der E-Mobility der letzten Jahre wird mit Dreiradfahrzeugen gerne als Zukunftskonzept wegen des geringeren Rollwiderstands (und damit erhoffter größerer Reichweite) experimentiert, wie im KTM E3W oder Opel RAK e, allerdings bislang ohne Umsetzung in eine Serienproduktion.
In manchen Ländern können nationale bzw. EU-Führerscheinregelungen für eine Hinwendung zum Dreirad statt zum Motorrad führen.


014 Scott Tricar kl

Das ist eines der ersten Dreirad-Autos überhaupt:
Das englische Scott Tricar aus 1923 des Erfinders Alfred Angus Scott
war ursprünglich eine Zugmaschine für Kanonen, dann wurde es
als Kabrio mit 9 kW (12 PS) starkem Zweizylinder-Zweitaktmotor in
einer Kleinserie für den privaten Gebrauch erzeugt.

Fünf Exemplare haben bis heute überlebt, das abgebildete ist in der
Cité de l’Automobile (der „Schlumpf-Sammlung“) in Mülhausen zu sehen


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