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E-ROLLER-NEWS

IONEX – E-SCOOTER-OFFENSIVE VON KYMCO


Text: Redaktion
Fotos: Kymco
 

STÄNDIG STROM

Durch ein Netzwerk an Versorgungsknoten soll nach Kymco-Wünschen die Reichweite von E-Rollern kräftig erweitert werden


010 Kymco Ionex kl
 


Äußerst ambitionierte Elektroroller-Pläne kündigt Allen Ko, Chairman des taiwanesischen Rollerherstelles Kymco, auf der Tokyo Motorcycle Show 2018 an: Innerhalb der nächsten drei Jahre werden zehn neue E-Scooter-Modelle präsentiert, von denen weltweit 500.000 Exemplare verkauft werden sollen, und außerdem will man in 20 Ländern eine funktionelle Ladeinfrastruktur etablieren.

Der erste Elektro-Kymco ist in Taiwan bereits erhältlich. Er ist äußerlich eher konservativ und mit Hinterradnabenmotor unspektakulär, und ist ein Derivat eines bereits existierenden 50-Kubik-Modells. Unter der Karosserie gibt es jedoch Neuheiten, die Kymco selbstbewusst als Lösung aller Reichweitenprobleme und als Beginn einer neuen Mobilitätsarchitektur bezeichnet.

Ein Akku ist unter der Sitzbanknase fix verbaut, während zwei weitere mobile Batterien (mit jeweils unter fünf Kilo Gewicht) unter dem Trittbrett unkompliziert und elegant herausgenommen werden können – für deren Aufladung gibt es dann verschiedene Möglichkeiten: Entweder konventionell wie bisher in der Wohnung, in der Garage oder am Büroparkplatz. Ein transportables Ladegerät ist außerdem so klein, dass es im Sitzbankstauraum nur wenig Platz beansprucht.

Dreh- und Angelpunkt des Kymco-Projekts soll aber die modulare „Ionex Energy Station“ werden, die (etwa in Cola-Automaten-Größe) an strategischen Punkten platziert wird, zum Beispiel bei U-Bahn-Stationen, öffentlichen Einrichtungen, Handwerks- und Lieferbetrieben oder auch Logistikfirmen und Postpartnern. Hier kann man die Batterien entweder aufladen oder auch austauschen, Identifizierung und Abrechnung über Smartphone. Während des Ladevorgangs kann man mit der Fixbatterie die Fahrt fortsetzen, durch die geladenen Mobilakkus wird später der eingebaute Speicher wiederum aufgefüllt. Das intelligente Batteriemanagement im Roller entscheidet selbstständig, welcher der Akkus gerade Motorstrom liefert oder einen Kollegen aufladen darf.

Kymco Ionex
Kymco Ionex
 

Bis hierher erinnert die Kymco-Vision an den (ebenfalls in Taiwan gebauten) Gogoro-Roller, der in Fernost seit einigen Jahren gut verkauft wird, und der auch von der Bosch-Tochterfirma Coup in Berlin und Paris zum Scooter-Verleih angeboten wird. Der neue Kymco-Ansatz will aber noch ein bisschen ausgeklügelter sein: Erstens kann man sich an der Ionex Energy Station bei Bedarf weitere drei Akkus kurzzeitig mieten (sie passen unter die Sitzbank) und hat dann 200 Kilometer Autonomie für einen großen Ausflug. Und zweitens will Ionex eine offene Plattform sein, an deren Service-Architektur sich andere Fahrzeughersteller mit ihren E-Bikes beteiligen können.

Alleine durch Größe und Gewichtsangabe darf man sich ausmalen, dass die einzelne Batterie mit zirka 35 Kilometern Reichweite nach wie vor schmächtig ist – aber etwa 100 Kilometer Reichweite bei einer Standard-Dreierbestückung versöhnt etwas. Ganz klar ist auch, dass das Kymco-Ionex-Konzept seine volle Wirkung erst bei einem Ausbau der geplanten Infrastruktur entfalten kann. In Europa werden Ionex-E-Roller frühestens im Verlauf 2019 erhältlich sein.

Kymco Ionex
Kymco Ionex
 
Kymco Ionex
Kymco Ionex
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