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E-BIKE-TEST

PUCH KAPAZUNDER PREMIUM MIT BOSCH II


Text: Redaktion
Fotos: Michael Bernleitner
 
 

ZEITLOS MODERN

Herr Janez Puh hätte sich gefreut – Klassik trifft Hi-tech im neuen Mobilitäts-Crossover


001 PuchKapazunder kl
 
 

Seit dem vielbeachteten Puch-Revival
2012 wurde die E-Bike-Palette mit dem markanten grün-weißen Logo immer umfangreicher und ausgefeilter – Fahrberichte über das Puch Kraftwerk oder den Puch Kraftlackl können in älteren „motomobil“-Folgen oder auf www.motomobil.at nachgelesen werden. Für die immer zahlreicher werdenden Elektrofahrrad-Fans ist das Puch-Modellprogramm deswegen  interessant, weil nicht nur durch gelungene Zitate auf die starke Markentradition verwiesen wird, sondern weil die Puch-Produktplaner ständig neueste technische Entwicklungen am Pedelec-Sektor in das Angebot einfließen lassen.

Zum Beispiel die für 2014 verbesserten Bosch-Mittelmotoren der zweiten Generation. Der Bosch II in der Version Active Line darf im Puch Kapazunder Deluxe mit Kettenschaltung sowie im getesteten Kapazunder Premium mit Shimano-Nexus-Achtgang-Nabenschaltung arbeiten, hier gibt es zusätzlich zu den beiden Handbremsen noch eine Rücktrittbremse. Das (der?) Puch Kapazunder zählt mit einem Verkaufspreis von 2699 Euro noch nicht zu den Luxus-Pedelecs, aber man muss in dieser Kategorie schon sehr hohe Qualität einfordern.

Im Puch-Programm fährt es unter den Trekkingbikes, wobei hier die Grenzen zu den Citybikes fließend verschwimmen. Ein komfortabler Unisex-Tiefeinsteiger mit horizontaler Querstrebe direkt über dem Motor; der Vorbau mit halbhohem Lenker ist nicht extra verstellbar, one size fits all – und passt sogar sehr gut, dazu ist die serienmäßige gefederte Sattelstange eine komfortwirksame Dreingabe. Das Zentralrohr ist nicht massiv, doch es ist stabil – stark bergab erreichten wir Tempi über 75 Stundenkilometer, das Bike bleibt dabei vollkommen kurvensicher, präzis und bestens lenkfähig. Nimmt man bei etwa 40 die Hände vom Lenker, kommt der Vorbau ins Flattern – das ist bei Fahrrädern dieser Bauweise nicht unüblich, und auch E-Mountainbikes sind nicht davor gefeit.

Schaltseile und Elektroleitungen sind schön in die Alu-Rahmenrohre verlegt, das ist sogar bei Markenbikes nicht immer üblich. Für den Einsatzbereich des Kapazunders ist die Wirkung der hydraulischen Felgenbremsen von Magura mehr als reichlich. Bei Regenfahrt gibt es halt die kleine Gedenksekunde – aber beim Premium-Kapazunder kann man hier alternativ die Rücktrittbremse verwenden.

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Klar gezeichnet; tageslichttauglich;
mit den nützlichsten Infos
Der Bosch II Active Line fügt sich extrem harmonisch und enorm dienstbeflissen in das Puch-Paket ein. Das System reagiert auf die Stärke des Pedaldrucks außerordentlich sensibel und teilt unmittelbar genau soviel elektrische Kraft zu, wie man es intuitiv erwartet und sich wünscht. Der Bosch-Controller kann mittlerweile 1000 Sensorimpulse pro Sekunde verarbeiten. Der Motor reagiert auf den ersten Millimeter Kurbelumdrehung, er springt aber beim Anfahren nicht weg und schiebt nicht nach, so soll es sein. Sogar auf ganz argen Steigungen ist die Anfahr-/Schiebehilfe nicht unbedingt notwendig – aber auch nicht unbequem. Überhaupt ist die Bergfähigkeit sehr beeindruckend.

Die in gewissen bundesdeutschen Testberichten monierte hohe Lautstärke des Bosch II können wir nicht bestätigen – ganz im Gegenteil, zumindestens im Puch-Testbike ist er hörbar leiser als die erste Classic-Generation und hat zudem ein sehr feines, dezent surrendes Klangbild.

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Schnelle Umschaltung der
Betriebsmodi am Lenkerschalter
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Die Tret-Sensoren beim Bosch II sind extrem
sensibel und setzen Fahrerwünsche unmittelbar um
 
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Mit nur kurzer Übung flutscht
der Bosch-Akku rein und raus
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Gute Wirkung der hydraulischen Magura-
Felgenbremsen, solange es nicht stark regnet
 

Mit dem problemlos entnehmbaren 400-Wattstunden-Akku gibt es eine akademische Reichweite von bis zu 190 Kilometern. Ein Test-Praxiswert wären 60 Kilometer Reichweite in stark kupiertem Gelände mit kräftigen Steigungen und Gefällen, immer gefahren in den zwei stärksten der vier Unterstützungsstufen. Nicht schlecht also.

Das neue Bosch-Ladegerät (80-Prozent-Ladung in zwei Stunden) ist sehr klein und leicht. Es benötigt kein Gebläse, und somit kann man nach einem mäßig anstrengenden E-Bike-Tag an der frischen Luft im Hotelzimmer friedlich schlummern, während der Motor wieder gestärkt wird. Schade, dass Herr Puch die neuen E-Bikes nicht mehr persönlich kontrollieren kann.


TECHNISCHE DATEN: PUCH KAPAZUNDER PREMIUM/BOSCH II
RAHMEN Aluminium AL 6061
GABEL Suntour SF13-NEX 28“, Lockout 
LAUFRÄDER Aluminium 36-Loch Remerex 
BEREIFUNG Schwalbe Energizer 622-40 
BREMSEN Magura HS11 Pure Evo 2 
SCHALTUNG Shimano Nexus 8G mit Rücktritt 
BELEUCHTUNG B&M Lumotec Lyt senso plus LED 
MOTOR  Bosch II Active Line Mittelmotor 36 V/250 W
AKKU Bosch Lithium-Ionen, 400 Wh 
LADEZEIT 3,5 h 
MAX. REICHWEITE bis zu 190 km 
GEWICHT (inkl. Akku)  23,5 kg
SPITZE 25 km/h mit Tretunterstützung 
PREIS € 2699,– 
VERTRIEB/INFO www.puch-bike.at 




































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