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PEDELEC-TEST

EH-LINE WILDPEAK F250


Text & Fotos: M. Bernleitner
 

WER TRITT MIT?

Vor wenigen Jahren noch unter den Exoten, sind Berg-Pedelecs der Premium-Kategorie mittlerweile Objekte der höchsten Begehrlichkeit


001 EH-Line WildPeak kl
 
 

Elektrische Mountainbikes boomen
wie nie zuvor – und unter ihnen besonders die ganz echten, die „Fullys“ mit hochwertigen Federungen sowohl am Vorder- als auch am Hinterrad. Manche der tonangebenden Hersteller wechseln die Modelle oder zumindest die Graphics sogar jährlich und sind mit der gezielt knappen Stückzahlplanung so geschickt, dass die Dinger rasch ausverkauft sind, dass also nichts im Lagerbestand der Händler herumsteht und dass sich die Kunden um die Nächstjahresmodelle regelrecht balgen.

Der Höhenflug der Berg-Pedelecs kommt nicht von ungefähr. Zum einen ermöglichen sie herrliche Natur-, Landschafts- und Fahrerlebnisse, in deren Genuss man sonst wahrscheinlich nicht kommen würde oder nur mit einem Herzschlag von 200. Ein bisschen sind sie wie ein alpiner Lift, dessen Strecke und Betriebszeiten man selber bestimmen kann, da muss man gar nicht viel darum herumreden. Zum anderen sind die Antriebssysteme mittlerweile so hoch entwickelt, dass die Controller mit dem Akkuinhalt sparsamer umgehen als früher und dass der Unterstützungsgrad äußerst fein und individuell dosiert werden kann. Man kann also den Puls immer im Bereich halten, den man sich vornimmt – und somit haben die E-Bikes auf Wunsch sehr wohl einen sportlichen beziehungsweise medizinischen Aspekt.

016 EH-Line WildPeak kl
Griffsichere Tasten für die
Stärke der Elektro-Unterstützung
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Großzügiges Bosch-Display mit
einfacher und logischer Bedienung
 
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Der Bosch-Classic-Motor
steht „auf dem Kopf“
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Nicht allzu hart –
dann passt’s
 
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Tolle Bremsanlage
von Magura
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Die Gabel kann vom Lenker
aus gesperrt werden
 

Der Tiroler E-Mobilitätsanbieter EH-Line setzt mit seinem E-Bike-Programm neben erstklassigem Design vor allem auf eine kontinuierliche Modellpalette – so werden zum Beispiel neu auf den Markt kommende Motorsysteme erst nach einem Jahr ins Angebot aufgenommen, wenn sowohl software- als auch hardwaremäßig die Kinderkrankheiten auskuriert sind. Die Mutterfirma Meco kann sich den langen Atem leisten, als einer der größten österreichischen Automobilzulieferer ist man im automotiven Bereich sattelfest. Geplant, assembliert und konfektioniert werden die EH-Line-Bikes in Roppen unter Verwendung von qualitätvollen Komponenten der weltweiten Spezialanbieter.

Zum Beispiel der vollhydraulischen Bremsanlage des deutschen Herstellers Magura, bei der die Bremssättel radial montiert sind wie bei teuren Motorrädern. Vorne hat die Wave-Bremsscheibe 200 Millimeter Durchmesser – Dosierbarkeit und Wirkung lassen da keine Wünsche mehr offen. Das EH-Line WildPeak gibt es in der modischen 29-Zoll-Radgröße mit starrer Hinterradführung sowie in der „motomobil“-Testversion mit 26-Zoll-Bereifung (Schwalbe Racing Ralph), RockShox-Vorderradgabel und Fox-Float-Luftstoßdämpfer hinten. Reichliche, aber noch zivile Federwege 120 und 110 Millimeter; alleine die Telegabel mit der PushLoc-Schnellfixierung hat einen Ladenpreis von an die 600 Euro – somit werden die für das WildPeak F250 verlangten 3980 Euro sehr plausibel.

024 EH-Line WildPeak kl
„Camouflage“: individuelle Farbwahl
gegen Aufpreis möglich
Weil das Set-up der sensibel ansprechenden Federelemente mit der Rahmenbauweise und der Radgröße gut harmonieren, kommt der Wunsch nach komfortableren 650b- oder gar 29-Zoll-Reifen überhaupt nicht auf. Auch nicht auf schnelleren Bergab-Passagen, das WildPeak bleibt stabil und hat trotzdem die Wendigkeit der traditionellen MTB-Dimensionen, ganz ohne übertrieben hysterische Rahmengeometrie. Insgesamt erscheint das Bike sowohl für qualitätsbewusste Gelegenheitsradler, die sich etwas Gutes gönnen wollen, als auch für fortgeschrittene Geländefahrer sehr ausgewogen. Der ultimativen Handlichkeit steht freilich das Gewicht von 21 Kilo (samt Akku) entgegen – aber das ist bei E-Bikes eben so.

Der auf dem Kopf stehend eingebaute Bosch-Mittelmotor der Classic-Baureihe passt perfekt ins EH-Line-Konzept: Die Konfiguration bietet große Bodenfreiheit und durch den Rahmenunterzug absoluten Motorschutz. Die vier Unterstützungsgrade können mit dem Bosch-Bedienteil am linken Lenkerende flüssig gewechselt werden. Bei einer Rundtour im Wienerwald mit gehaltvollen Bergauf- und Bergab-Teilstücken, hauptsächlich im zweitstärksten Unterstützungsgrad „Sport“ gefahren und nur selten in der stärksten Stufe „Turbo“, kann man mit einer Reichweite von knapp 50 Kilometern rechnen, wobei die Restreichweite am klar lesbaren Display sehr kalkulierbar angezeigt wird. Der Akku hat 400 Wattstunden Inhalt; in der Ebene sind im „Eco“-Modus über 100 Kilometer drin.

Mit der großen Spreizung der Zehngang-Kettenschaltung sind sehr steile Bergaufstücke problemlos möglich – lediglich die wenigen gefürchteten Wienerwald-Bergauf-Klassiker wie etwa der Buchberg in Klosterneuburg oder der erste Teil der Hängenden-Stein-Strecke ab Wolfpassing bringen an ihren ärgsten Stellen das Antriebssystem an den Plafond und nötigen dem Fahrer äußerst entschlossenes Mittreten ab. Testfazit: Das Rad selbst kann mehr als wahrscheinlich 90 Prozent seiner Benutzer. Ein Elektro-Mountainbike wie ein Freund, ein sehr guter Freund sogar.


TECHNISCHE DATEN: EH-LINE WILDPEAK F250
RAHMEN Aluminium AL 6061
GABEL RockShox Reba RL, PushLoc
LAUFRÄDER DT Swiss 466d, 26“, Alu-Hohlkammer
BEREIFUNG Schwalbe Racing Ralph 
BREMSEN Magura MT2, 200 mm/180 mm 
SCHALTUNG Shimano SLX M 675 10 G 
BELEUCHTUNG als Zubehör 
MOTOR Bosch Mittelmotor 36 V/250 W 
AKKU Bosch Lithium-Ionen, 400 Wh 
LADEZEIT ca. 3,5 h 
MAX. REICHWEITE + 100 km 
GEWICHT (inkl. Akku) 21 kg 
SPITZE 25 km/h mit Tretunterstützung 
SONSTIGES individuelle Lackierung möglich 
PREIS € 3980,–
VERTRIEB/INFO www.ehline.com 




































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