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PEDELEC-NEWS
PUCH PEDELECS  2012

DIE PUCH ELEKTROFAHRRÄDER 2012


Text & Fotos: M. Bernleitner

KRAFTWERK & KRAFTLACKL

Vorerst mit fünf Modellen findet im Frühjahr 2012 das elektrische Puch-Fahrrad-Revival statt. Wir haben uns bereits unter Strom gesetzt


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Der erst im Herbst 2010 eröffnete Wiental-Radweg
von Ha-Wei zur Kennedybrücke entlang der Wiener Westeinfahrt ist das Testbett für die ersten Elektrofahrräder mit dem stolzen und unverwechselbaren Puch-Logo, die in Österreich eintreffen. Während oben links und rechts der schwere Verkehr vorbeirauscht, ist der nicht unumstrittene Radweg eine Art Mobilitätsghetto der sanften Fortbewegung: Radfahrer mit und ohne Akku, Skater, Rollschuhfahrer, Hund und Herrl sind unter sich. Wenn im Sommer die Sonne brennt und die Luft steht, kommt man hier unten trotz des Wienflusses manchmal auf gut 40 Grad gefühlte Temperatur, das ist neben der Nacht- und Wintersperre der größte Nachteil. Aber he – wochentags ist man recht ungestört, und auf fast sieben Kilometer gibt es keine Ampel, das ist schon was. Ab der Kennedybrücke wird man dann wieder in den „normalen“ Verkehr übergeführt, während Hund und Herrl in den verkoteten Hadikpark dürfen und dort ihren Mist unauffälliger loswerden können als im Wiental-Radweg.

Die beiden Puch-E-Bikes mit den beziehungsvollen Modellnamen „Kraftwerk“ und „Kraftlackl“ sind nicht einmal noch Vorserienmodelle, sondern Prototypen. Die Ausstattungskomponenten sind bereits festgelegt, jedoch nicht deren endgültige Abstimmung – auch wenn der Panasonic-Mittelmotor ein renommierter Pedelec-Antrieb ist, wollen wir hier nur einen allerersten Fahrbericht wiedergeben.

Tretversuche: Im neuen Wiental-Radweg ist man wochentags recht ungestört
Tretversuche: Im neuen Wiental-Radweg
ist man wochentags recht ungestört
Produziert werden die Puchs vom schwedischen Fahrradgiganten Cycleurope genau nach den Vorstellungen des österreichischen Puch-Importeurs. Seit je her stand die Marke Puch für gehobene, robuste Qualität ohne allzu übertriebene Luxusansprüche sowie für volksverbundene Preisgestaltung. Die neuen Elektrofahrräder sollen die solide Tradition fortsetzen, was sich auch in der geplanten Preisspanne von 1500 bis 2500 Euro widerspiegeln wird. Das schwarze Kraftwerk in der Ausführung „Limited Edition“ ist das in 340 Exemplaren vorgesehene Topmodell der drei Typen umfassenden Kraftwerk-Baureihe (mit Preisen von 1899 bis 2399 Euro). Es soll natürlich an das legendäre Puch-Waffenrad erinnern, das von der Bäuerin über die Nonne bis zum Briefträger halb Österreich mobilisiert hat. Es hat teilweise etwas zierlichere Ausstattung – und ist dadurch auch billiger – als die noble Styriette mit BionX-Radnabenmotor (Test in „motomobil“-Folge 004 oder auf www.motomobil.at), die sich bei E-Bike-Liebhabern tatsächlich bereits zum edlen Sammlerstück gemausert hat.

Kraftwerk Ltd. kommt, neben dem 250-Watt-Kettenantrieb von Panasonic, mit einer achtgängigen Shimano-Nexus-Nabenschaltung und mit Shimano-Rollerbremsen. Im Unterschied zu einer Kettenschaltung wie beim – ebenfalls achtgängigen – Kraftlackl kann und soll die Nexus nicht unter Last geschaltet werden, dafür ist sie verschmutzungsresistenter als eine außen liegende Schaltung.

Ein 312-Wattstunden-Akku in Lithium-Technik entspricht dem Klassenstandard in dieser Preiskategorie. Die Bedienungseinheit links am Lenker ist möglichst einfach und klar gehalten: Der Akku-Ladezustand wird in drei Stufen angezeigt; ebenfalls dreistufig kann der Unterstützungsgrad des Panasonic-Motors angewählt werden, wobei die Levels in einer Schleife durchgeschaltet werden müssen. Zu den Ausstattungs-Highlights des Top-Kraftwerks zählen sicher der klassische Brooks-Ledersattel, die dazu farblich passenden Lenkergriffe und Schwalbe-Bereifung, die Lumotec-Retro-Lampe von BuM sowie der Vorbau mit seinem Schnellverschluss, mit dem Lenkerhöhe, -neigung und -abstand komfortabel eingestellt werden können. Für einen bequemen Ritt gibt’s zusätzlich zu den Sattel-Schraubenfedern noch eine gefederte Sattelstütze, außerdem vorne eine Federgabel.

Ein echter Blickfang ist auch der dynamisch und muskulös daherkommende Kraftlackl. Seine Designspezialität ist das geschwungene Oberrohr, dessen Linie sich im Dreieck zum Hinterrad fortsetzt. Die persönliche Muskelkraft und der in drei Stufen schaltbare Panasonic-Mittelmotor werden hier durch eine achtgängige Shimano-Tigra-Kettenschaltung unterstützt, ein extravagantes Fahrwerksdetail ist die schöne Swingshock-Federgabel von Suntour. Auch die übrige Ausstattung wie Sattel, Scheibenbremsen und Vorbau mit konifiziertem Lenker machen einen sehr hochwertigen Eindruck und lassen den Verkaufspreis von 2099 Euro in einem plausiblen Licht erscheinen – der Kraftlackl ist durchtrainiert und gleichzeitig ein Schmuckstück. Willkommen, Puch ist wieder da!

E-Bedienung ohne Gimmicks, guter Druckpunkt
E-Bedienung ohne Gimmicks,
guter Druckpunkt
Schnellverstellung, praktisch für mehrere Bike-Benutzer
Schnellverstellung, praktisch bei mehreren
Benutzern desselben Bikes

Das Retro-Halogenlicht kommt aus der Schweiz
Das Retro-Halogenlicht
kommt aus der Schweiz
Schönes englisches Leder, doppelt gefedert
Schönes englisches Leder,
doppelt gefedert
Scheibenbremse wäre uns lieber
Scheibenbremse
wäre uns lieber
Am Panasonic-Mittelmotor prangt jetzt das Puch-Logo
Am Panasonic-Mittelmotor
prangt jetzt das Puch-Logo


TECHNISCHE DATEN: PUCH KRAFTWERK LTD.
RAHMEN       Aluminium AL 6061
GABEL Suntour CR8
LAUFRÄDER Spectra Alu Hohlkammer
BEREIFUNG Schwalbe Delta Cruiser 28" x 1,40 (37-622)
RADSTAND n. a.
BREMSEN Shimano Rollerbremsen
SCHALTUNG Achtgang-Nabenschaltung Shimano Nexus
BELEUCHTUNG Nabendynamo, BuM Lumotec Retro
MOTOR Panasonic Mittelmotor 250 W
AKKU 26 V 12 Ah Lithium-Ionen, 312 Wh
LADEZEIT 6 h
MAX. REICHWEITE 80 bis 100 km
GEWICHT (inkl. Akku und Zubehör) 26,4 kg
HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT 25 km/h mit Tretunterstützung
EXTRAS inkl. Ledersattel Brooks B67, Rahmenschloss etc.
PREIS € 2399,–
VERTRIEB/INFO www.puch-bike.at
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