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NEUE KONZEPTE

AUTOMOBIL: DIE RÜCKKEHR DER KABINENROLLER?

Text: Franz Farkas
Fotos: Hersteller

ZWERGENAUFSTAND

Kabinenroller waren eine Zwischenlösung vom Zweirad zum Auto. Was in den 1950ern aus purem wirtschaftlichem Zwang entstand, kommt heute als Verkehrskonzept gegen überfüllte Cities und als angeblich saubere Alternative zum Verbrennungsmotor-Fahrzeug wieder. „motomobil“ nimmt die spektakulärsten Konzepte unter die Lupe


VW NILS

VW NILS

SEIFENKISTE

90 Prozent der Pendler fahren alleine und davon 70 Prozent weniger als 25 Kilometer an den Arbeitsplatz. Mit dieser Erkenntnis stellte VW einen elektrischen Einsitzer vor. Freistehende Räder, Flügeltür, erstaunlich wenig Schnickschnack – dafür geballte Technik. Nur etwas über drei Meter lang und 1,39 Meter breit passt Nils in jede Parklücke. Der E-Motor im Heck leistet so viel wie ein Käfer in Sparversion, das reicht für eine Beschleunigung in 11 Sekunden von Null auf Hundert und 130 km/h Spitze. Dank Alu-Spaceframe bringt der Einsitzer nur 460 Kilo auf die Waage, die Reichweite beträgt bis zu 65 Kilometer. In Serie wird Nils kaum gehen, dafür ist er wohl zu teuer
RENAULT TWIZY



RENAULT TWIZY
ER KOMMT SICHER

Während andere noch tüfteln, ist Renault voll dabei. Ab dem Frühjahr 2012 mit einer kompletten Elektroflotte, vom Nutzfahrzeug bis zur Limousine. Der sonst so teure Akku wird nicht gekauft, sondern geleast. Beim Twizy bedeutet das einen Einstandspreis von 7990 Euro und eine monatliche Leasingrate von 50 Euro. Twizy holt aus 12,5 kW (17 PS) etwa 80 km/h heraus, fährt maximal 100 Kilometer mit einer Akkuladung um zwei Euro und befördert zwei Personen. Gepäckraum gibt es nicht viel, dafür eine Version als Microcar, die mit Mopedschein ab 16 zu fahren ist

OPEL RAK e




OPEL RAK e
JUGEND FORSCHT

Bei Opel meint man, dass die Akzeptanz der Jugend für ein Elektroauto größer ist als bei den Erwachsenen. Ergebnis ist die Studie RAK e. Die beiden Insassen sitzen hintereinander wie weiland im Messerschmitt-Kabinenroller. Bis zu 120 km/h soll der Flitzer fahren und die Beschleunigung von 0 auf 100 in etwa 13 Sekunden schaffen. Viel Wert legt man auf die Aussage, dass auch eine Microcar-Version mit 45 km/h Spitze machbar wäre. Und dass man auf energiesparenden Leichtbau setzt
AUDI URBAN CONCEPT

AUDI URBAN CONCEPT
SPASS MUSS SEIN

Audi will den Fun-Faktor mit dem Praktischen verbinden. Der Urban Concept kommt mit Anleihen von Rennwagen aus den 1930ern. Die Passagiere sitzen etwas versetzt, das Dach kann wie bei einer Pilotenkanzel nach hinten geschoben werden und bleibt bei Schönwetter offen. 15 kW (20 PS) aus zwei Elektromotoren bringen das aus GFK gefertigte Automobil (480 Kilo) in etwa 17 Sekunden auf 100 km/h, dann kommt man 73 Kilometer weit. Nachgeladen wird entweder mit Drehstrom in 20 Minuten oder in einer Stunde an der Haushaltssteckdose. Alternativ dazu arbeitet man an einer Möglichkeit, induktiv und damit kontaktlos zu laden. In Serie gehen wird der Audi vermutlich nicht

KTM E3W






KTM E3W
ORANGE GIBT STROM

Der aus Kunststoff bestehende KTM-Prototyp e3w hat vorne zwei und hinten ein Rad, ganz im Stil eines Morgan Threewheelers. Der Eintritt erfolgt über Flügeltüren. Angetrieben wird das hintere Rad vom E-Motor mit 15 kW (20 PS) Leistung. Die Reichweite des etwa 500 Kilo wiegenden Fahrzeugs soll bei 100 Kilometern liegen. Derzeit steht KTM in Verhandlung mit einem möglichen Produktionspartner Ab 50.000 Stück würde sich die Erzeugung lohnen, hat man sich ausgerechnet; der Preis ohne Akku könnte bei 5000 bis 8000 Euro liegen


SYNERGETHIC TILTER
SYNERGETHIC TILTER
DER SCHWENKER

Dreiräder sind offensichtlich wieder im Trend. Der von der französischen Firma Synergethic geplante Tilter, in dem die Passagiere hintereinander sitzen,  hat einen geschlossenen Aufbau und wird von zwei E-Motoren zu je 7,5 kW (10 PS) an den Hinterrädern angetrieben. Das 340 Kilo schwere Gefährt schafft immerhin 110 km/h, auch die Beschleunigung dürfte passen. Reichweite auch hier zirka 100 Kilometer. Der Clou ist ein Schwenksystem wie etwa beim Honda Canopy oder Gyro, das eine von Sensoren gesteuerte Schräglage erlaubt. Der Tilter wird in der Türkei gefertigt und zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten. Markteinführung möglicherweise 2013 in Frankreich und in der Türkei, dann in anderen europäischen Ländern
LIT MOTORS C-1
LIT MOTORS C-1
IMMER IN SCHWUNG

Die kalifornische Firma Lit will im C-1 Schwungräder benutzen, damit das Fahrzeug trotz seiner Einspurigkeit auch im Stand – wie von Zauberhand gehalten – aufrecht stehen bleibt. Allerdings fragt sich, wie wendig ein derartig stabilisiertes Fahrzeug sein kann, das sich Richtungsänderungen genauso widersetzt wie eben dem Umfallen. Der elektrische Einsitzer (mit Notsitz) geht gute 120 km/h, eine enorme Reichweite würde ihn zum optimalen Pendlerfahrzeug machen. Zudem ist er vollgestopft mit Elektronik, die vom Ladezustand bis zu den Wetterdaten und vermutlich dem Horoskop alles weiß. Man spricht von einem Serienstart frühestens 2013, der Preis soll zwischen 13.000 und 16.000 US Dollar betragen. Immerhin kann man sich eine Reservierung um 250 Dollar kaufen …


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