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neue konzepte

 KTM E3W – NEUES E-DREIRAD AB 2013?


Fotos: BMVit/APA/Mike Vogl

DIE SPANNUNG STEIGT

KTM wird mehrspurig: Nach dem X-Bow kommt ein weiteres auto-ähnliches Fahrzeug aus Mattighofen. Diesmal ein elektrisches Dreirad


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Ende Juni 2011 erlebte der KTM E3W Weltpremiere. Der „Electric Three Wheeler“ ist ein dreirädriger, akku-elektrisch angetriebener Pkw, der in den vergangenen zwei Jahren von KTM Powersport, Designer Gerald Kiska und dem Austrian Institute of Technology entwickelt wurde; unterstützt wurde die Entwicklung des Prototyps durch die Forschungsförderung des Infrastrukturministeriums. Präsentiert wurde der E3W von Infrastrukturministerin Doris Bures, KTM-Chef Stefan Pierer (CEO Cross Industries AG) und Gerald Kiska (CEO KISKA) im Salzburger Anif, dem Standort von KTM Technologies.

Laut DI Stefan Pierer liegt die Reichweite des zirka 500 Kilo leichten E-Autos bei rund 100 Kilometer. Der Einstieg in den Zweisitzer erfolgt über Flügeltüren. Die selbsttragende Karosserie besteht komplett aus Kunststoff. Über die technischen Daten ist bislang bekannt, dass ein 15 kW (20 PS) starker Elektromotor für den Antrieb sorgt, der von Lithium-Ionen-Akkus gespeist wird. Sollte das KTM-Elektroauto in Serie gehen, wird sich der Preis ohne Batterien zwischen 5000 und 8000 Euro bewegen (Anmerkung: Der zweisitzige Renault Twizy, ein ähnliches elektrisches Leicht-Konzept, allerdings auf vier Rädern, soll ab Frühjahr 2012 zu einem Preis von 6990 Euro in Österreich angeboten werden, plus 45 Euro Monatsmiete für die Batterien). Eine Serienfertigung würde sich für KTM ab 50.000 Stück rechnen, innerhalb von zwei Jahren (also 2013) könnte die Produktion starten. KTM will das Auto jedoch nur mit einem Joint-Venture-Partner tatsächlich realisieren.

Das Dreirad-Konzept bietet in vielen Bereichen große Vorteile gegenüber vierrädrigen Fahrzeugen: Man kann strukturell leichter bauen (Gewichtsreduktion), man kommt mit weniger Komponenten aus (Gewichts- und Kostenreduktion), es benötigt weniger Raum (Raumökonomie), es entsteht weniger Rollwiderstand (Kraftersparnis). All das ist natürlich im Sinne der E-Mobilität, weil dadurch der Energieaufwand sinkt und die Reichweite steigt beziehungsweise die momentan verfügbare Akku-Technologie ausreicht, um effiziente Mobilität zu verwirklichen.

Neben der Präsentation des neuen E-Fahrzeugs kündigte KTM zwei weitere wichtige Vorhaben an: So wird die im Juni 2010 als Prototyp vorgestellte Elektro-Enduro Freeride im Frühjahr 2012 in Serienproduktion gehen, der Preis wird (ohne Akku) zirka 9500 Euro sein. Außerdem wird KTM am Standort Mattighofen im Jahr 2013 mit der Produktion von leistungsstarken Batterien für E-Fahrzeuge starten. Die Cross Industries AG ist als Netzwerk von Unternehmen im Bereich Automotive Technologie mit umfassenden Kompetenzen in der Entwicklung und Fertigung von Gesamtfahrzeugen, aber auch von Fahrzeugkomponenten ausgestattet. Einzelne Unternehmen der Cross Industries AG entwickeln seit dem Jahr 2007 Lösungen im Bereich der E-Mobilität, welche vom BMVIT im Rahmen von FFG-Projekten gefördert werden.

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Verkehrsministerin Doris Bures drückt auf die Tube.
Zündschlüssel braucht man im KTM-Auto nicht
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DI Stefan Pierer, Doris Bures und KTM-Designer
Gerald Kiska präsentieren den KTM E3W

An erster Stelle stand dabei die Konzeptentwicklung eines „Zero Emission Motorcycle“, das 2007 gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technologies (AIT) in Angriff genommen wurde. Das KTM-Elektromotorrad soll ein neues Marktsegment, das den Sport und die städtische Anwendung vereint, erschließen. Aus der Entwicklung der Freeride entstand mittlerweile ein hochmodernes Energiespeicher- und Antriebskonzept, das nicht nur alle bisher bestehenden Elektromotorrad-Konzepte aussticht, sondern auch eine ideale Basis für andere Mobilitätskonzepte bietet. Darüber hinaus fiel der Entschluss, die Fertigung des Battery Packages direkt bei KTM in Oberösterreich anzusiedeln, wodurch rund 50 bis 60 Arbeitsplätze für hochspezialisierte Facharbeiter geschaffen werden.

Auf Basis des Energiespeicher- und Antriebskonzepts könnte nun eine Vielzahl verschiedener Mobilitätskonzepte verwirklicht werden - ähnlich der Plattformtechnologie herkömmlicher Fahrzeuge bei anderen Automobil-Großserienherstellern. Gemeinsam mit den Hauptprojektpartnern KTM, KTM Technologies, Gerald Kiska und AIT fiel der Entschluss, sich dabei auf die Konzeption von „Nicht-Autos“ zu beschränken – sprich auf alles, was dem herkömmlichen Produkt Auto maximal ähnlich, aber nicht gleichzusetzen ist. Der zweite fahrfähige Prototyp des KTM E3W folgt Ende September 2011.

Die erste Präsentation galt dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das durch Frau Bundesministerin Doris Bures vertreten war. Die Infrastrukturministerin wies auf die gezielte Unterstützung für umweltfreundliche Mobilität durch die Forschungsförderung ihres Resssorts hin. Aktuell werden innovative Fahrzeugtechnologien, insbesondere E-Mobilität, mit rund 65 Millionen Euro pro Jahr gefördert. „Mit der Offensive in Forschung und Entwicklung schaffen wir die Grundlage, dass heimische Unternehmen hier ganz vorne mit dabei sind“, so Bures. Sie erinnerte daran, dass sie Anfang 2009 die Forschungs-Offensive für alternative Antriebe, insbesondere E-Mobilität, startete mit dem Motto „E-Mobilität made in Austria ist machbar“.
DI Stefan Pierer abschließend: „Europa ist führend in der Fahrzeugindustrie und der Fahrzeugentwicklung, diese führende Position müssen wir auch im Bereich der Elektromobilität schaffen beziehungsweise ausbauen, damit wir für zukünftige Anforderungen gerüstet sind.“

UND HIER GEHT’S ZUR ENTWICKLUNGSGESCHICHTE DES E-CROSSERS KTM FREERIDE

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