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VINTAGE

JUBILÄUM: 60 JAHRE KTM


Text: Redaktion
Foto: KTM

FIXSTERN AM ZWEIRADHIMMEL

Die erste KTM aus Mattighofen war ein pures Bekenntnis zur „leichten Mobilität“: 1953 hat die R 100 überschaubare 2,2 kW (3,0 PS) bei 4000 Umdrehungen und wiegt nur 61 Kilo


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Als R 100 L gibt es die erste KTM statt in schlichtem Schwarz auch in Rot und Blau. Rotax-Motor mit Grauguss-Zylinder, Leichtmetall-Zylinderkopf und Nasenkolben als Fichtel-und-Sachs-Lizenzbau; die Telegabel federt ungedämpft, die Hinterradaufhängung ist überhaupt starr, dafür tolle Bremsen; mit 1:25-Zweitaktgemisch braucht die KTM R100 im Alltagsbetrieb nur knapp über zwei Liter Sprit auf hundert Kilometer


Für die Wiener Frühjahrsmesse werden am 15. März 1953 um fünf Uhr in der Früh drei Prototypen der R 100 verladen. 60 Jahre später verkauft KTM erstmals über 100.000 motorisierte Zweiräder pro Jahr und hat 224 Weltmeistertitel errungen.

Wie hat alles begonnen? Das Standardwerk zur Marke KTM veröffentlichte „motomobil“-Vintage-Autor Fritz Ehn im Jahr 1998, und in diesem Buch „KTM – Weltmeistermarke aus Österreich“ erfahren wir dann auch so feine Geschichten, wie dass zum Beispiel KTM gar nicht immer schon für „Kronreif & Trunkenpolz, Mattighofen“ gestanden ist. Der Herr Kronreif ist nämlich erst im Jahr 1955 in das Unternehmen eingestiegen.

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Die große KTM-Fibel von Fritz Ehn kann
um 48,50 Euro ergattert werden,
zum Beispiel bei Amazon
Der sehr große Reparaturbetrieb von KTM-Firmengründer Hans Trunkenpolz hieß Moser & Co.; einer der technischen Berater war Rennfahrer Ernst Kussin – und so könnte KTM auch aus den Initialen von Kussin, Trunkenpolz und Moser entstanden sein. Eine rare Firmenchronik erklärt wiederum, dass „Kraftfahrzeuge Trunkenpolz Mattighofen“ der wirkliche Ursprung sei.

Die österreichische Fachzeitschrift „Motorrad“ beschreibt die neue Marke erstmals anlässlich eines Berichtes über die Wiener Frühjahrsmesse in Heft 12/1953 wie folgt:
„In Oberösterreich wird von der Firma Moser & Co. ein Leichtmotorrad erzeugt, nachdem es die für notwendig befundene Erprobungszeit hinter sich hat.
Es zeigt viele moderne Konstruktionsmerkmale. Neben dem altbekannten Rotax-Motor mit 98 ccm und Drehgriff-Zweigangschaltung mit Handstarter fallen vor allem die Teleskopgabel mit staub- und öldichten Gummimanschetten und die Leichtmetall-Vollnabenbremsen mit Ausfallsteckachsen auf.
Der Rohrrahmen ist geschlossen und macht einen sehr soliden Eindruck. Für Zündung und Beleuchtung dient ein 6 V/18 W-Schwungmagnetzünder sowie ein großer Scheinwerfer mit 6 V/15/15 W-Bilux-Lampe. 9,5-Liter-Tank (eineinhalb Liter Reserve), Abblendschalter am Lenker, Nummerntafelbeleuchtung, schwarze Lackierung mit weißen Zierlinien, verchromtes Auspuffrohr und verchromte Gabelkappen, Werkzeug mit Tasche und Wechselstromsignalhorn sowie eine Luftpumpe gehören zur serienmäßigen Ausstattung (Sonderausrüstung: Tacho, Sozius mit Fußrasten, verchromter Lenker). Die Bereifung hat die Maße 2,50-19", und das Gesamtgewicht beträgt 61 kg (zulässige Belastung 158 kg). Bei einem Radstand von 127 cm ist die Gesamtlänge 196, die Gesamtbreite 68 und die maximale Höhe 93 cm. Als Höchstgeschwindigkeit werden 60 km/h angegeben. Der Preis für die normale Ausführung beträgt 6500 Schilling.“

Die Serienproduktion der in zeitgenössischen Berichten und Tests meistens als „Moser-KTM“ bezeichneten Maschine wird 1953 mit 20 Mitarbeitern aufgenommen, die täglich drei Motorräder fertigen. Die Produktion wird gegen Jahresende auf sechs Stück erhöht.

www.ktm.at
www.motorradmuseum.at


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