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BIKE-NEWS

KTM EXPANDIERT NACH CHINA!


Text: Redaktion
Fotos: Der Reisende
 

DIE ORANGE MULTIPLIKATION

Die Sensation ist perfekt: Durch die Kooperation mit der chinesischen Marke CFMoto wird KTM endgültig zum Global Player


CFMoto Werk Rezeption kl
 


Mattighofen steigt mit Riesenschritten in den weltgrößten Markt für motorisierte Zweiräder ein. Am Eröffnungstag der der Chongqing Motorcycle Show gaben CFMoto und KTM Mitte Oktober ihr akribisch vorbereitetes Joint Venture bekannt. Produziert wird bereits im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2014, und zwar im Werk von CFMoto in Hangzhou, 170 Kilometer südwestlich von Shanghai. Fürs erste sind die Modelle 200 Duke und 390 Duke geplant, die als CKD-Kits vom indischen KTM-Partner Bajaj aus der Fabrik in Pune in die Volksrepublik geliefert und von CFMoto lokal assembliert werden. Mit der demnächst kommenden Erweiterung der KTM-Modellpalette mit schlanken Hubräumen sind im späteren Verlauf wohl auch andere chinesische KTMs zu erwarten.

Doch damit nicht genug: CFMoto wird auch als Importeur fungieren und Modelle mit großen Hubräumen, von der 690 Duke bis zur kommenden 1290 Super Duke R, über ein eigenes KTM-Vertriebsnetz verkaufen; Niederlassungen in Peking und Shanghai sind bereits in Vorbereitung. Die chinesischen Importzölle für Motorräder sind eine fernöstliche Spezialität zum Schutz der lokalen Industrie: je kleiner der Hubraum, desto höher der Aufschlag – damit hat die Anlieferung als Zusammenbau-Kit bei großen Bikes keinen Vorteil. Außer den derzeit weltweites Aufsehen erregenden 650-Kubik-V2-Maschinen von CFMoto und der ganz neuen Benelli BN600R werden in China sonst nur schlanke Bikes bis 250 Kubik Hubraum produziert.

Die KTM-CFMoto-Partnerschaft hätte bereits etwas früher starten sollen, für die Verzögerung gibt es einen bizarren Hintergrund: Ein fürwitziger chinesischer Trittbrettfahrer wollte den Markennamen KTM kapern und registrierte „King Tao Motorcycles“ („KTM“) in der Volksrepublik. Obwohl kein einziges Bike produziert wurde, wollte man für die Markenrechte mehr als eine Million US-Dollar – der KTM-Vorstand wies das Ansinnen zurück und nahm die aufwändige Prozedur in Angriff, um „KTM AG“ (so die Eintragung im österreichischen Firmenbuch) als Hersteller in China gesetzlich zu registrieren. Unter diesem Namen werden die KTM-Modelle nun in China verkauft.

Obwohl der chinesische Gesamtmarkt für Motorzweiräder in die Millionen geht, ist der – stark wachsende – Markt für Premium-Bikes momentan noch überschaubar: Sollte sich KTM hier einen zehnprozentigen Marktanteil abschneiden können, würde das für die nächsten fünf bis sieben Jahre eine zusätzliche jährliche Stückzahl von immerhin 20.000 bis 30.000 KTMs bedeuten. Die neue chinesisch-österreichische Freundschaft erzeugt aber auch einige Phantasie für den kommenden KTM-Elektroroller E-Speed.

Unabhängig vom KTM-Deal gibt’s eine weitere hochkarätige österreichische Partnerschaft mit CFMoto: So wird nun bekannt, dass Stardesigner Gerald Kiska (er hat jede KTM seit 1992 designt) die zukünftige CF-Modellpalette stark beeinflusst – der kommende Adventure Tourer 650 AK stammt aus Kiskas Feder; auf der Mailänder EICMA 2013 wird demnächst eine kleinvolumige CFMoto-Baureihe mit 150 und 250 Kubik Hubraum präsentiert, die für 2015 auf 400 Kubik erweitert wird und die ebenfalls in Salzburg gezeichnet wurde.

008 KTM  CFMoto kl
Die CFMoto-Fabrik in
Hangzhou, Provinz Zhejiang
009 KTM  CFMoto kl
Big in China: Der neue
650-Kubik-V2-Motor von CFMoto
 
010 KTM  CFMoto kl
Das sieht doch aus … wie ein
historischer Honda Helix!
011 CFMoto650TK
CFMoto 650 TK, derzeit modernstes China-Bike. Der kommende 650 Adventure Tourer wurde von Gerald Kiska designt
 
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