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ROLLER-NEWS

AB 2016 UND 2017 IST ABS AUCH FÜR ROLLER PFLICHT


Text: Redaktion
Fotos: Robert Bosch GmbH, Piaggio

WERFT ANKER!

Roller-ABS für Hubräume über 125 Kubik wird Vorschrift. Für kleine Hubräume und leichte Zweiräder entwickelt Bosch ein spezielles Einkreis-Antiblockiersystem


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Das neue kompakte Vorderrad-ABS lässt sich beim kleinsten Flitzer platzsparend einbauen


Die ab 2016 geltende EU-Regelung der ABS-Pflicht
für Motorräder wird auch bei Rollern angewendet. Das sind die wichtigsten Details: Alle motorisierten Zweiräder mit mehr als 125 Kubik Hubraum, deren Typzulassung nach dem 1. Jänner 2016 erfolgt, müssen verpflichtend mit Antiblockiersystem ausgerüstet sein. Ab Jänner 2017 gilt das für alle Neuzulassungen. Kleinere Zweiräder über 50 Kubik benötigen entweder ABS oder ein kombiniertes Bremssystem. Dabei wird eine mechanische Verbindung zwischen Vorder-und Hinterradbremse hergestellt, damit beim Bremsen immer beide Räder verzögert werden.

Die Hersteller entwickeln für diese leichten Bikes und Scooter (meistens mit 100, 110 oder 125 Kubik) bereits maßgeschneiderte Lösungen. So wird von der Firma Bosch die 2010 präsentierte, besonders kleine und leichte Bremsregelgeneration 9 um verschiedene Varianten erweitert: So gibt es das ABS 9M light, das besonders für kostengünstige Zweiräder konzipiert ist, die für das Hinterrad keine Hydraulikscheibenbremse, sondern eine seilzug- oder gestängebetätigte Trommelbremse haben. Lässt sich die Situation beim Blockieren des Hinterrads durch das Lösen der Bremse oftmals noch meistern, kommt bei einem blockierten Vorderrad die Reaktion fast immer zu spät – ein Sturz ist die unangenehme Folge.

ABS 9M light bietet Blockierschutz für das Vorderrad und somit zu niedrigen Kosten ein spürbares Plus an Sicherheit. Die radspezifische Referenzgeschwindigkeit wird vom System anhand der Drehzahlsensorinformationen am Vorderrad errechnet. Für bestmögliche Stabilität wird diese während einer Regelung laufend der tatsächlichen Fahrzeuggeschwindigkeit nachgeführt. Eine exaktere Regelung ist mit dem Einsatz eines zweiten Radsensors am Hinterrad möglich, damit lassen sich dann bereits die Verzögerungswerte eines Zweikanalbremssystems der Basisklasse erreichen.

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Kleiner als Handtellergröße: Das ABS 9M light
werden wir noch in einigen Rollern und
125ern erleben können
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High-end-System: Enhanced Combined ABS;
im Fahrzeugheck sind die
Schräglagesensoren eingebaut

Nach oben hin gibt’s mittlerweile kaum Limits. Technisch noch raffinierter als ABS 9 base und ABS 9 plus ist das ABS 9 enhanced:  Bei diesem eCBS bedient man wahlweise entweder die vordere oder hintere Bremse, die zweite Bremse wird dazu automatisch (und ohne Änderung der Bedienkraft) in der richtigen Dosierung aktiviert. Traktionskontrolle (wie zum Beispiel bei den Rollern Piaggio Beverly ABS/ASR, dem Piaggio X10, der Vespa 946 oder dem Aprilia SRV 850 jetzt schon angeboten) wird sich in naher Zukunft durchsetzen. Und mit dem vermehrten Einsatz von Gyrosensoren beziehungsweise Schräglagesensoren ist bei höherpreisigen, leistungsstarken Maxirollern bald eine Stabilitätskontrolle in allen Fahrsituationen – also auch beim Bremsen und Beschleunigen in Schräglage – zu erwarten.


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