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ROLLER-NEWS

PIAGGIO MP3 500 „BUSINESS“ & „SPORT“


Text: Redaktion
Fotos: Piaggio

MUSKELSPIELE

Nach über 100.000 verkauften Piaggio MP3 gibt’s (zusätzlich zum im Frühling 2011 eingeführten MP3 Yourban) das erste Facelifting des schrägen Dreiradlers. Was vielleicht noch wichtiger ist: Erstmals darf man mit dem Autoführerschein eine 500er-Maschine lenken!


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Die immer breiter werdende MP3-Modellvielfalt ist auf den schnellen Blick ein bisschen verwirrend. Schaffen wir also vorerst etwas Übersicht: In vielen Ländern Europas gibt es die neue MP3-Version mit der Zusatzbezeichnung „Touring“ ab sofort in den Hubraumklassen 125, 300, 400 und 500 Kubik. Für Österreich sind heuer jedoch vor allem die beiden 500er-Varianten interessant – und das ausschließlich in der etwas spurverbreiterten LT-Ausführung, die nach der geltenden Gesetzeslage sowohl mit A- als auch mit B-Führerschein pilotiert werden darf.

Ob man einen „normalen“ MP3 oder einen LT vor sich hat, kann man (außer am zusätzlich eingebauten Fußbremspedal) leicht unterscheiden: Der reguläre MP3 hat die vorderen Blinker bündig in die Vorderradkotflügel integriert, während es beim LT die Vorschrift will, dass sie im klassischen Motorradstil abstehend und höher befestigt sind. Außerdem weist der LT ein mittig unten an der Frontschürze montiertes Standlicht auf. So weit, so kurios.

Beide 500er Touring wiederum werden in zwei Modellvarianten produziert, nämlich „Business“ (auf unseren Bildern in Weiß) und „Sport“ (erhältlich in Grau oder Schwarz); der Österreich-Preis ist jeweils 8599 Euro. Vor allem optisch sind einige Details unterschiedlich ausgeführt: Der Business-MP3 kommt mit braunem Sattel, farblich passenden Beifahrer-Handgriffen, ebensolcher Rückenstütze sowie mit silberfarbenen Sternrädern und verchromter Auspuffblende; der Sport-MP3 hat geschwärzte Felgen und Auspuffblende, hingegen aber silberne Nähte am schwarzen Sattel. Zudem sind am Sport etwas kantigere und kleinere, windschlüpfrigere Rückspiegel montiert.

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Im von zwei Seiten zugänglichen 65-Liter-
Gepäckraum können Gegenstände bis zu
einem Meter Länge untergebracht werden
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Die neue höhenverstellbare Windschutzscheibe ist
jetzt für geringere Turbulenzen hinterlüftet, neu sind
auch die drei offenen Ablagefächer

„Touring“ ist also sowohl zu „Business“ als auch zu „Sport“ die übergeordnete Kategorie (aus welcher Logik heraus das auch immer entstanden sein mag) und ist gleichzeitig die Kennzeichnung für den facegelifteten 2011er-/2012er-MP3 mit der großen Karosserie. Der Kühlergrill im Vorderbau ist nicht mehr vertikal verrippt, sondern erscheint im Honigwabendesign, wodurch sich eine gewisse Ähnlichkeit zur MP3-Yourban-Familie ergibt. Die Handgriffe sollen besser und ergonomischer sein – viel wichtiger ist aber das neue, jetzt hinterlüftete Windschild, das geringere Turbulenzen erzeugt und noch dazu dreifach höhenverstellbar ist. Insgesamt scheint das eine sehr praxisgerechte Neuerung, denn mit dem neuen Design ergeben sich im Cockpit über den Rundinstrumenten drei neue offene Ablagefächer, in denen Kleinigkeiten abgelegt werden können.

Wie von der üppigen MP3-Karosserie gewohnt, ist der große Stauraum sowohl über das Hochklappen der Sitzbank als auch über die Heckklappe erhältlich; mit 65 Liter Volumen entspricht dieses Gepäckfach ziemlich exakt dem Schluckvermögen eines Suzuki Burgman 400 (62 Liter). Einzigartig beim MP3 ist jedoch, dass sich hier Gegenstände bis zu einem Meter Länge unterbringen lassen. Das MP3-konzeptbedingte Sicherheitsplus der drei Räder wird je nach Fahrermentalität und -können unterschiedlich bewertet. Tatsache bleibt, dass der kurze Bremsweg eines MP3 besonders auf nasser Fahrbahn von herkömmlichen Großrollern unerreicht bleibt.

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Den kräftigen 500-Kubik-Antrieb kennen wir
bereits aus dem Gilera Fuoco, wo er für
reichlich Fahrspaß sorgt
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Das Pedal, auf das es ankommt: Die
LT-Version (mit etwas breiterer Spur)
darf mit B-Schein gelenkt werden

Das wichtigste Kaufargument für den neuen 500er wird aber wohl sein kräftiger Viertakt-Vierventil-Einzylinder sein: Wir kennen den Einspritzer mit seiner Doppelzündung schon aus dem Gilera Fuoco und er debütierte bereits (etwas hubraumkleiner) im seligen Piaggio X9, er konnte immer mit sehr saftigem Durchzug und (in Anbetracht seiner Hubraummächtigkeit) guter Laufkultur erfreuen. Im MP3 leistet er 29,5 kW (40,1 PS) bei 7250 Umdrehungen, Piaggio stellt damit eine ordentliche Höchstgeschwindigkeit von 145 Stundenkilometer in Aussicht. Ein muskulöser Motor kann für die Premium-Modelle der MP3-Serie keineswegs falsch sein, denn immerhin wollen hier fahrfertig 262 Kilo bewegt werden. Über den Verbrauch des Piaggio MP3 500 gibt’s noch keine Angaben, erste Klärung wird der „motomobil“-Test in Folge 006 (Oktober-Printausgabe 2011) bringen.

UND HIER GEHT’S ZUM „MOTOMOBIL“-TEST DES PIAGGIO MP3 TOURING BUSINESS LT


TECHNISCHE DATEN PIAGGIO MP3 500 TOURING „BUSINESS“ / „SPORT“
Motor: 1-Zyl.-4-Takt, flüssig gekühlt, SOHC, 4 Ventile, Doppelzündung, EFI; Hubraum: 493 ccm; Leistung: 29,5 kW (40,1 PS) bei 7250/min; Drehmoment: 46,5 Nm bei 5250/min; Getriebe: stufenlose Variomatik; Bremsen vo/hi: 2 x Scheibe 240 mm/Scheibe 240 mm; Bereifung vo/hi: 2 x 120/70-12, 140/70-14; Federweg vo/hi: 85 mm/110 mm;  Radstand: 1550 mm; Sitzhöhe: 785 mm; Tankinhalt: 12 l; Gewicht fahrfertig: 262 kg; Verbrauch: n.a.; Höchstgeschwindigkeit: ca. 145 km/h; Preis: € 9200,– (Listenpreis), € 8599,– (Aktionspreis); Vertrieb/Info: www.faber.at, www.piaggio.at


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Soll keiner behaupten, dass ein Dreiradler
nicht sportlich gefahren werden kann!
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Die Sport-Variante des 500ers gibt’s ab sofort
in Satingrau und glänzendem Schwarz



FINDE ICH GUT
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