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MOTO MOBILITY

KTM eGNITION KOMMT IM HERBST 2011


Foto: KTM Fahrrad GmbH

KEINE KINDERJAUSE

Vision, Prototyp oder neue Fahrzeugkategorie? Das Auftauchen des radikalen KTM eGnition sorgt für gehörigen Wirbel. Wir haben die genauen Daten und den Fahrplan für den kommenden KTM-Knüller

KTM_eGnition_kl

 

Downhill-MTB mit superstarkem Elektromotor? Wozu E-Unterstützung, wenn’s eh bergab geht? Was da auf den ersten Blick wie ein schräges Schelmenstück aussieht, ist unbestreitbar ein technisches Gustostück und Objekt der Begierde, dessen Markteinführung nach den neuesten Meldungen der oberösterreichischen KTM Fahrrad GmbH für Herbst 2011 geplant ist. Der zurückhaltende Zeitplan erscheint plausibel – von der regen Nachfrage des im Jahr 2010 erstmals verkauften Gelände-Pedelecs eRace (mit BionX-Hinterradnabenantrieb) wurde KTM mehr als überrascht.

 

Vordergründiges Argument für die Konstellation des neuen eGnition ist, dass damit die Gilde der Freerider die Möglichkeit erhält, unabhängig von Liften und anderen technischen Aufstiegshilfen unkompliziert in die Höhe zu kommen. Der Lithium-Ionen-Akku mit 48 Volt Nennspannung und 480 Wattstunden Kapazität soll für die Bezwingung von 400 bis 600 Höhenmetern gut sein. Die Lebensdauer des Akkus wird mit 1000 bis 1500 Ladezyklen beziehungsweise vier Jahren angegeben, ganz erfreulich sind auch die kurzen Ladezeiten: In einer dreiviertel Stunde ist der Stromspeicher zu 80 Prozent voll, für die 100-Prozent-Ladung werden eineinhalb Stunden benötigt.

 

Das Full-Suspension-Fahrwerk kommt hinten mit 180 Millimetern Federweg, die Telegabel weist ähnlich ernsthafte Werte auf. Prunkstück jedoch ist der – schwerpunktmäßig günstige – Mittelmotor mit über 1200 Watt Peak Power; nach alter Zeitrechnung sind das tüchtige 1,6 PS Spitzenleistung. Das maximale Drehmoment beträgt unglaubliche 150 Newtonmeter. Hügel mit bis zu 16 Prozent Steigung werden inhaliert, eingeebnet. Damit könnte das KTM eGnition das erste E-Vehicle sein, das das „motomobil“-Redaktionskriterium, nämlich die gefürchtete Passage zwischen Unterkirchbach und Oberkirchbach im Wienerwald, bezwingen wird. Der drei Kilo schwere Getriebemotor wird von der Münchner Clean Mobile AG hergestellt, die auch so erstaunliche Fahrzeuge wie das „eSpire“ von Third Element oder das Brutalo-E-Bike „Blacktrail“ von PG Bikes mit Antrieben ausstattet. Regelelektronik und Powersensoren zur Dosierung der E-Motor-Unterstützung sollen vom Feinsten sein.

 

Mit etwa 33 Kilo ist das eGnition-Gewicht auch für Pedelec-Verhältnisse durchaus happig ausgefallen – allerdings zwingt der vorgesehene Einsatzbereich zu extrem stabiler Bauweise, außerdem ist die Schubkraft des 1200-Watt-Antriebs außerordentlich. Die KTM-Fahrradler sprechen bereits selbstbewusst vom Eintritt in eine neue Kategorie, nämlich der eSUC-Sparte. Hmm? Electric Sportive Utility Cycle! Und als ob der überdurchschnittlich witzige Name eGnition nicht schon genug Bereicherung für das sattsame e-hier-, e-da- und e-dort-Einerlei wäre, sparen die Mattighofener nicht mit weiteren griffigen Formulierungen: So ist zum Beispiel das eGnition ein „umweltfreundlicher offroad-tauglicher Porsche Cayenne auf zwei Rädern“. Wobei wir aber zum Unterschied zur rasenden Kartoffel am KTM-Bike durchaus schnittiges Design feststellen können. Außerdem ist das eGnition dazu „geeignet, das Stigma von E-Bikes als mobile Gehhilfe für Senioren weiter abzubauen“. Festhalten muss man sich auch beim Preis: Eine limitierte Serie des KTM eGnition von maximal 88 Stück soll ab Oktober 2011 zum Preis von € 8888,– erhältlich sein. Pfründnerfahrzeug ist das KTM eGnition wirklich nicht. Frauen und Kinder in die Häuser!
www.ktm-bikes.at


Clean Mobile „Harmonic Chain Drive“-Datenblatt downloaden pdf



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