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INTERVIEW

KTM-VORSTAND STEFAN PIERER spricht


Foto: KTM

 


 „ES WIRD EIN SPORTROLLER!“


011_KTM-StefanPierer

Spätestens ab 2013, wenn die 3. EU-Führerscheinrichtlinie umgesetzt wird, erlebt die 125er-Klasse in Österreich eine starke Aufwertung. Wird KTM das Angebot ein bisschen danach ausrichten und die Palette erweitern?
Selbstverständlich. Die dynamische Duke 125 wurde ja bereits in Mailand 2009 vorgestellt und ist für die Saison 2011 erhältlich. Für 2013 werden wir dann insgesamt drei bis fünf neue Modelle haben. Alle mit Viertaktmotor. Wir designen und entwickeln die Motorräder, die dann in Indien von unserem Partner (Anm. der Red.: Bajaj, Indiens größter Produzent von Autos, Zweirädern und Autorikschas) nach unseren Qualitätskriterien gefertigt werden. Neben der Naked wird es eine vollverkleidete Version geben, natürlich auch eine Supermoto …
Dann gleich die unvermeidliche Frage: Von zumindest einem namhaften europäischen Hersteller weiß man, dass er demnächst in den Rollermarkt eintreten wird. Gehört KTM da auch dazu? Die Marke hat ja mit den – wenn auch lang zurück liegenden – Modellen Mirabell, Mecki und Ponny eine gewisse Tradition.
Sie können sicher sein, dass unter den drei bis fünf neuen Modellen ein Roller sein wird! Und zwar ein wendiger Sportroller. Mit ordentlichem Chassis und tollen Fahreigenschaften. Dazu noch eine wichtige Information: Alle diese drei bis fünf kommenden 125er wird es auch in einer 250-Kubik-Version geben. Damit zielen wir vor allem auf den boomenden brasilianischen Zweiradmarkt. Da gibt es eine Volkswirtschaft, die in Zeiten wie solchen ein stabiles Wachstum hat! Jährlich werden dort sagenhafte 800.000 Viertelliter-Zweiräder verkauft. Das KTM-Schicksal sehen wir nicht im Jammern, sondern im Erkennen der Märkte.
Großes Thema Elektrik: Für Motorradhersteller vermuten wir momentan vorerst einmal im Gelände mehr Sinn und mehr Glaubwürdigkeit als am Asphalt, von manchen urbanen Aspekten einmal abgesehen. Außerdem hat die Elektrik im Zweirad wesentlich weniger Nachteile als im Automobil. Wie ist die KTM-Sicht der E-Mobilität?
Ganz ähnlich. Sowohl beim Offroad-Motorradsport als überhaupt beim Freizeitverhalten in der Natur führt da kein Weg vorbei. Wir können nicht nur den Geländesport – in Europa – vor dem Untergang bewahren, sondern mit frischen Ideen und Konzepten ganz neue Möglichkeiten eröffnen: Zum Beispiel arbeiten wir daran, die Betreiber von Skilift-Anlagen mit einzubinden und dadurch manchen Regionen einen zusätzlichen Sommertourismus zu ermöglichen. Infrastruktur mit Energieversorgung und Immobilien ist in Wintersportgebieten vorhanden – warum nicht mit einem Offroad-Park eine Sommersaison eröffnen?
Die ganz große Herausforderung steckt ja momentan nicht im Elektromotor, sondern – mindestens ebenbürtig – in den Akkus und in der hochkomplexen Regelelektronik. Wenn sich KTM hier wertvolles Know-how erwirbt, dann wäre es vielleicht schade, falls das im Gelände verbleiben würde. Sind Straßen-E-Bikes in Planung, vielleicht auch Elektroscooter?
Natürlich prüfen wir alle Möglichkeiten, die sich aus der E-Mobilität ergeben. Den Supermoto-Ableger wird es ja fix geben. Ich beschäftige mich seit 2006 intensiv mit dem Thema und nehme es sehr ernst – deswegen hat unsere junge Entwicklungsabteilung für Electric Drivetrains im Unternehmen einen mit der klassischen Motorenentwicklung gleichberechtigten Stellenwert. Aber es geht Schritt für Schritt: 2011 ist zu einem attraktiven Preis unser Freeride-Offroader am Markt.

 

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