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INTERVIEW

DER QUANTYA-PARK AM PFENINGBERG


Fotos: Torque Twister
 

STROMAUFWÄRTS

Lautlos im Gelände: Seit Frühjahr 2009 betreiben Karoline und Wolfgang Meyer hoch über Imbach im Kremstal auf der wahrscheinlich schönsten Motocross-Strecke Europas einen Quantya-Park. Wie bewährt sich die Idee des umweltfreundlichen MX-Vergnügens? Wir treffen die Meyers zum idyllischen Interview mit Blick in die Weinberge und auf Stift Göttweig am gegenüberliegenden Donauufer

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In linden Frühlingstagen und wenn die Sonne lacht, schaut hier alles perfekt aus. Wie sind Ihre Erfahrungen nach einer Saison als MX-Park-Betreiber, entwickelt sich alles nach Ihrem Plan?
Grundsätzlich ja. Natürlich ist das erste Jahr hart und wir erleben alle Höhen und Tiefen eines Daseins als Jungunternehmer. Die Richtung stimmt, wir sehen eine sehr positive Entwicklung.

Sie würden also dieselbe Entscheidung noch einmal treffen und sich mit einer sympathischen, aber weitgehend unerprobten Idee ins Risiko stürzen?
Das Geschäft trägt sich bereits, unsere Bank ist zufrieden und mit steigendem Bekanntheitsgrad können die Besucherzahlen nur weiter ansteigen! Ein ganz knappes Werbebudget machen wir mit viel Promotion und Einsatz wett, was wir direkt an den gebuchten Fahrten messen können.

Wieviel Kapital muss man in die Hand nehmen, um mit Quantya oder anderen E-Crossern in Österreich einen Park zu eröffnen?
Das kann man so nicht sagen. Wir haben den Vorteil, dass wir hier am Pfeningberg in Imbach auf eine hervorragende Infrastruktur treffen und sie nutzen können: eine tolle Piste, auf der jährlich ein Motocross-Staatsmeisterschaftslauf ausgetragen wird; dazu eine gewisse Abgeschiedenheit hoch oben mit Zufahrt- und Parkmöglichkeit sowie das moderne, komfortable Clubhaus mit Werkstätte und kleiner Gastronomie. Außerdem ist der Rückhalt in der Gemeinde sehr gut, obwohl wir gar nicht aus der Gegend stammen. Wenn das nicht so wäre, dann sähe die Kalkulation natürlich ganz anders aus, das können wir nicht beurteilen.

Was sind für Sie die Vorteile des Konzepts eines Trainingsparks mit Elektromotorrädern? Wer sind Ihre Besucher?
Natürlich kann man in Österreich auch mit klassischen Crossern und Enduros offroad fahren. Aber das wird weniger. Es gibt nur diese eine Variante, und das ist unsere, mit der man wirklich jeden Tag Geländesport betreiben kann, ohne das Gesetz und die Bevölkerung gegen sich aufzubringen. Das ergibt auf lange Sicht ein unglaubliches Potenzial. Unter den Fahrern auf unserem Parcours gibt es gestandene Offroader, aber noch viel mehr Neulinge, die sich zum ersten Mal ins Gelände wagen. Es sind auch viele „normale“ Motorradfahrer dabei, die die Gelegenheit unseres günstigen Angebots ergreifen wollen. Dadurch könnte die Sportart sogar viele neue Liebhaber gewinnen.

Gab’s im Vorjahr ernste Verletzungen? Wie sind Sie mit der Haltbarkeit der Maschinen zufrieden?
Natürlich hatten wir Stürze, aber gottlob keine schlimmen Verletzungen. Die technischen Ausfälle halten sich in engem Rahmen, aber wir müssen die Maschinen regelmäßig warten, das ist im Geländesport klarerweise so. Eine kleine, aber wichtige technische Änderungen wird heuer in die Serie übernommen: Es gibt die „Park Edition“, deren Primärtrieb (vom E-Motor zum Antriebsritzel) mit doppelter Rollenkette statt mit Zahnriemen ausgestattet ist. Dadurch können kleine Steinchen, die immer wieder aufgewirbelt werden, dem Antrieb nichts mehr anhaben.

Existiert noch der ursprüngliche Plan, die Energie zur Aufladung der Motorrad-Akkus selbst zu erzeugen? Es gibt ja Experten, die der Meinung sind, dass die Gesamtenergiebilanz einer Photovoltaik-Anlage – solange eine Steckdose in der Nähe ist – eher etwas Schrecken erregendes ist.
Die Vision bleibt. Sobald unser Energiebedarf nennenswert ist, werden wir uns sicher eine Stromerzeugung überlegen. Es ist aber völlig offen, ob das mit Sonne, Wind oder Wasser sein könnte.

Anspruchsvoller Offroad-Kurs mitten in den Weinbergen über dem Kremstal
Anspruchsvoller Offroad-Kurs mitten in den Weinbergen über dem Kremstal
Offroad-Routinier Tobias Schlömicher leitet an den Wochenenden Trainings für Einsteiger und Fortgeschrittene
Offroad-Routinier Tobias Schlömicher leitet an den Wochenenden
Trainings für Einsteiger und Fortgeschrittene




E-OFFROAD AM PFENINGBERG
Die Öffnungszeiten des Quantya-Parks im Kremstaler Imbach sind von März bis Oktober, Mittwoch bis Sonntag, von 10.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.
Die viertelstündige Trainingsstunde auf elektrischen Crossern der Schweizer Marke Quantya kostet 19 Euro; für Neulinge gibt es 15 Minuten Einführung und 15 Minuten freies Fahren um 29 Euro; Trainer Tobias Schlömicher gibt am Wochenende Intensivkurse für Einsteiger und Fortgeschrittene um 99 Euro; Firmen-Incentives und Fahren auf privaten E-Bikes auf Anfrage; die Tagesmiete von Cross-Ausrüstung kostet 4 Euro.
Neu in der Saison 2010 sind Jugend-Cross-Bikes für Fahrer von 10 bis 14 Jahren sowie Mini-Trial-Bikes der Marke Oset für Fahrer zwischen 2 und 10 Jahren (die um zirka 1100 Euro auch angekauft werden können). Infos unter Tel.: 0699/122 200 21, www.quantyapark.at


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