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MOBILBLOG

VESPICI VERI – DER ORT FÜR WAHRE VESPA-FANS


Text: Guido Schwarz
Fotos: Michael Bernleitner
 
 

SOUL SCOOTER

Vespa sei Dank: wenn Gastronomie und Gastlichkeit zu einem wunderbaren Themenlokal verschmelzen


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Autorbox Schwarz klWie viele Vespa-Lokale gibt es in Wien? Auf diese Frage gibt es seit einiger Zeit eine erfreuliche Antwort: zumindest eines, und es findet sich im fünften Bezirk in der Schönbrunner Straße 110. Betrieben von Vespa-Fans, denen in ihren Jobs in der Werbebranche zwar nie fad wurde – aber irgendwann stellt sich in jedem engagierten Leben die Frage, ob das schon alles gewesen sein kann.

Ein Ort der Begegnung, mit kleinen Schmankerln gegen den Hunger oder für das italienische Lebensgefühl. Dazu gute Weine, eine gediegene Atmosphäre – klingt gut, aber da fehlt noch etwas.  Als die Vespa ins Spiel kam, wurde es heikel. Ein Lokal zu führen, noch dazu neben dem eigentlichen Job, ist schon eine Herausforderung. Die Kombination mit einer Restaurationswerkstatt ist eine weitere – denn das Konzept dazu ist zwar nicht völlig neu, muss sich aber in jeder Stadt neu bewähren.

Als dann der geeignete Ort gefunden war (leistbar, einigermaßen bezugsfertig), wurde die Idee noch um ein drittes Element erweitert: Das Vespici Veri ist nicht nur ein Lokal samt Werkstätte, sondern man bekommt auch noch feine Textilien und Accessoires rund um das Thema Vesparoller zu kaufen.

Markus Schneebeck hat deutsche Wurzeln, lebt in Österreich und restauriert italienische Roller. Er macht das mit viel Fachwissen und Erfahrung. Wer will, kann ihm bei der Arbeit zusehen, denn die Werkstätte ist nur durch eine Glasscheibe vom Lokal getrennt. Was jetzt nach einer schmutzigen und stinkenden Sache klingt, ist in der Praxis charmant durchdacht: Die dreckigen Arbeiten einer Gesamtrestauration finden woanders statt, in der Lokalwerkstatt wird in erster Linie zerlegt und zusammengebaut. Das ist bei alten Vespas jede Menge Arbeit und geht nicht immer locker von der Hand, aber ich glaube, Markus hebt sich das Fluchen für daheim auf oder geht in einen Nachbarraum.

Wohin man als Gast auch gehen sollte, ist der hintere Raum mit der feinen Ware zum Thema Vespa: Taschen, Jacken und noch einiges mehr (etwa Bücher für Vespa-Fans …) aus der bunten Markenwelt von Fred Perry, Baracuta, Penfield oder ellesse.

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Restaurator Schneebeck legt vor
der Auslieferung letzte Hand an
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Scheint ein ernsthaftes Vespa-Gespräch zu sein: Markus Schneebeck und „motomobil“- Autor Guido Schwarz
 
Letztlich landet man dann doch im gemütlichen Teil des Lokals und hat die reiche Auswahl aus guten Weinen, Prosecco und feinem Pils. Von Zeit zu Zeit gibt es Weinverkostungen, und demnächst startet Michaela Weber mit einem Vespa-Quiz – der erste Termin soll noch im Mai stattfinden. Bis zu sechs Teams mit vier bis sechs Wissenden werden zeigen, welche Vespa-Leidenschaft in ihnen steckt. Wer mitmachen will, organisiert ein paar Freunde und findet den nächsten Quiz-Termin auf der Webseite des Vespici Veri; www.vespiciveri.at
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Vespici-Veri-Gründerin Michaela Weber
in der schicken Kleiderkammer
Das „Buffet da Mici“ ist klein, aber fein. Hier zeigt sich, dass der Widerspruch von Qualität und Quantität beim Essen am besten in Richtung Qualität aufgelöst wird: Panini mit erlesenen italienischen Zutaten, Schopfbraten oder Geselchtes aus dem Waldviertel (Litschau), von wo auch der Leberkäs stammt. Und wer dazu nicht eine Portion Joseph Brot bestellt, ist selbst schuld. Beim Wein bleibt Michaela gerne österreichisch und zieht auch hier ihre Qualitätslinie durch – besser wenige Weine, dafür viel Geschmack.

Markus kann da nicht nachstehen
und bietet bei seinen Vespa-Restaurationen ausschließlich hohe Qualität an. Restaurationen haben den Charakter eines Projekts und brauchen entsprechend Zeit und Budget. Das ist wie bei einer guten Cocktailbar, da arbeitet man nicht mit Portionierer und genauso wenig kann man die Stunden aufschreiben, wenn etwa ein Lichtschalter im Originalzustand hergerichtet werden muss und die Tüftelei dazu eine gefühlte Ewigkeit dauert. Der stolze Besitzer eines der Restaurationsobjekte bekommt dafür ein hochwertiges Fahrzeug und hat letztlich nur mehr das Problem, dass es dann fast zu schade für den Alltagsgebrauch ist.
quiz
 

Mehrere Pakete stehen zu Auswahl: „Phönix“ ist eine Gesamtrestauration, bei der ein kaputter Vespa-Oldtimer quasi wieder in den Neuzustand versetzt wird; bei „Heart & Soul“ werden vor allem die inneren Werte wie Motor, Elektrik und Fahrwerk wieder instand gesetzt; und bei „Body & Style“ ist die Karosserie an der Reihe. Markus arbeitet mit einem exzellenten Spengler und Lackierer zusammen, der auch Sonderwünsche qualitätvoll erfüllt, etwa mattschwarz oder mit Effekt.

Solche Projekte funktionieren nur, wenn man in ständigem Kontakt mit dem Auftraggeber ist. Die notwendigen Besprechungen können am besten gleich hinter der Glasscheibe mit oder ohne einem guten Achterl Wein stattfinden. Die Restaurationen sind nicht teuer, denn „teuer“ ist es dann, wenn man viel bezahlt und wenig bekommt. Um einen fairen Mittelweg zu gehen, bietet Markus fixe Paketpreise an. Das unterscheidet ihn von den meisten Werkstätten, bei denen man nach Stunden abrechnet.

In der warmen Jahreszeit gibt es vor dem Lokal einen kleinen Schanigarten, für die Vespa findet sich garantiert auch noch ein Platzerl. Das gelungene Lokalkonzept, verbunden mit dem Engagement von Michaela, Markus und anderen, bereichert die Wiener Szene auf sehr angenehme Weise.


VESPA – GESCHICHTEN VON WIEN BIS ROM
Buch
Das zweite Vespa-Buch
von „motomobil“-Autor Guido Schwarz ist das Nachfolgewerk von „Vespa – was für ein Leben!“ Es enthält neue Geschichten und philosophische Analysen zum Mythos Vespa, genauso humorvoll, provokant und vielleicht noch tiefer gehend. Der Autor machte sich im Sommer 2012 mit seiner 39 Jahre alten Vespa Sprint auf die Fahrt von Wien nach Rom. Es wurde eine Abenteuerreise, die ihresgleichen sucht.

„Vespa – Geschichten von Wien bis Rom“ (Format A5, ca. 200 Seiten, ISBN 9783200028746) ist um 15 Euro bei Scooter-Shops erhältlich, im sortierten Buchhandel, bei Amazon, in den Bestseller-Shops (im Ekazent Hietzing und in der Millennium City, online über www.motorbox.at) sowie im Direktvertrieb des Autors über die Webseite www.guidoschwarz.at/vespabuch-2



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