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E-BIKE-FEATURE

SOLOWHEEL – DAS ERSTAUNLICHE ELEKTRISCHE E-INRAD


Text: Uli Brée
Fotos: Ulis iPhone 4S
 
 

ALLEIN AUF E-INEM RAD!

Mein Bruder Moritz hat ja schon zweimal hier in „motomobil“ über sein Oset Elektro-Trialmotorrad berichtet. Jetzt darf ich endlich auch einmal einen Bericht schreiben


001 Solowheel kl
 
 

UliBree gruen klIch bin ja auch kurze Zeit Motorrad gefahren
– aber als ich in einen Zaun gefahren bin, war’s aus. Irgendwann hat mir mein Papa dann ein Einrad geschenkt. Da habe ich drei Tage lang wie eine Verrückte geübt, dann habe ich es beherrscht. Das war toll, weil mein kleiner Bruder, der so super Motorrad fahren kann, das noch immer nicht beherrscht.

Irgendwann hat mein Papa auf der Straße einen Typen mit einem schwarzen Solowheel vorbeifahren sehen. Und weil mein Papa ziemlich verrückt ist, was solche Sachen betrifft, hat er mich gefragt, ob ich auch eines möchte. Aber er kauft es mir nur, wenn ich es wirklich benutze, weil es nämlich sehr, sehr teuer ist. Es kostet 2000 Euro. Das weiße Solowheel, das ich wollte, das ist ein Sondermodell. Das kann man auch für eine Hochzeit benutzen, das schwarze nur bei einer Beerdigung. Egal.

Wir haben es eine Nacht lang aufgeladen, bevor ich es am nächsten Morgen ausprobiert habe. Oben gibt es einen Griff, damit kann man es überall hin mitnehmen. Obwohl das Ding 12 Kilo wiegt. Dann hat es oben noch einen Knopf zum Einschalten und eine kleine Lampe, an der man sieht, wieviel Strom man noch in Reserve hat. Die Lampe leuchtet entweder grün, orange oder rot. Dann gibt es Fußrasten, die man rauf- und runterklappen kann. Die sind aus Metall und sind ziemlich stabil. Kein Wunder, man kann nämlich beim Kurvenfahren damit richtig die Rasten schleifen lassen, so wie mein Papa und mein Bruder mit ihren Motorrädern. Der Akku ist so platziert, dass man das Solowheel genau zwischen die Unterschenkel klemmen kann. Einen Sitz braucht man nicht. Der fehlt auch nicht.

Aber jetzt erzähle ich euch erst einmal, wie meine allererste Ausfahrt war. Das ist nämlich so: Wenn man sich nach vorne beugt, fährt das Solowheel los und wenn man mit dem Hintern zurückgeht oder sich zurücklehnt, dann bremst es. Wenn man das länger tut, dann fährt es sogar rückwärts. Aber dazu sollte man schon ein wenig Übung haben.

Ich habe mich einfach draufgestellt und mein Papa hat mich an der Hand gehalten. Tja, und dann bin ich losgefahren. Es war ein Wahnsinn. Das geht richtig schnell, 16 Stundenkilometer! Zuerst war ich noch vorsichtig, obwohl ich es sofort beherrscht habe. Aber nur, weil ich schon vorher Einrad gefahren bin. Mein Papa und mein Bruder haben es auch versucht, doch die beiden können es bis heute nicht. Die sagen „Lilli, du hast ein Rad ab!“ Und ich sage: „Nein, ihr habt eines zuviel.“

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Andere Leute haben es ebenfalls versucht. Aber ich glaube, wenn man sich nicht mindestens einen Tag Zeit nimmt, zu üben, dann kriegt man das nie hin.  Ich kann schon viele Kunststücke mit dem Solowheel: Ich kann zum Beispiel auf einem Bein fahren und währenddessen auch noch mit dem Hula-Hoop-Reifen hulahoop machen. Ich habe schon überlegt, damit zum Zirkus zu gehen.

Manchmal fahre ich auch in die Schule damit. Ich fahre von unserem Haus bis zum Schulbus, pack’ das Solowheel beim Henkel und nehme es mit in den Bus. Aber vorher muss man es unbedingt ausschalten, weil sonst das Rad mit Vollgas durchdreht. 

Eigentlich könnte ich damit sogar den ganzen Weg bis zur Schule fahren. Die Batterie hält locker eine Stunde, eigentlich sogar zwei Stunden. Weil man fährt ja nicht ohne Pause durch, und auch nicht immer Vollgas. Und ich wiege auch keine 100 Kilo. Wenn da ein 100-Kilo-Mann mitfährt, hält es möglicherweise deutlich kürzer. In eineinhalb Stunden ist es wieder aufgeladen, man kann es einfach an eine ganz normale Steckdose hängen.

Also, ich liebe mein Solowheel. Wenn ich in einer Stadt wohnen würde, dann würde ich alle Strecken mit dem Solowheel fahren. Bei uns am Land ist es ein Spaßgerät, aber in der Stadt spart man sich die U-Bahn, das Auto und das Fahrrad. Und stehlen kann es einem auch keiner, weil man es einfach überall hin mitnehmen kann, wie einen guten Freund. Ciao, eure Lilli Brée!



  DIE TECHNIK DES SOLOWHEEL
006 Solowheel kl
Das Solowheel ist leicht zu bedienen, weil es sich mittels eingebauter Gyroskope selbst ausbalanciert, gesteuert wird es durch Gewichtsverlagerung. Beim Bremsen wird ein bisschen Energie rückgewonnen, um den Akku wieder aufzuladen.

Motorleistung: 1,0 kW (1,36 PS); Reifengröße: 16"; Höchstgeschwindigkeit: 16 km/h; Gewicht: 12 kg; max. Zuladung (Körpergewicht): 113 kg; Steigfähigkeit: 15 %; Akku: LiFePO4, 53 V, 122 Wh; Laufzeit: über 1 h im Dauerbetrieb; Reichweite: 8 bis16 km; Ladezeit: max. 1,5 h; Akku-Lebensdauer: über 1000 Zyklen; Maße: 46 x 54 x 18 cm; Zubehör: Batterieladegerät, Benutzerhandbuch, Anleitungs-DVD;
Infos/Vertrieb:
www.solowheel-germany.com



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