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LESEGESCHICHTE, FoLGE 7

EINE AMERIKANISCHE ROLLER-DYNASTIE – DIE FAMILIE KHATTER




Text: Andreas Amoser
Illustrationen: Oskar Kubinecz

DIE BUNDESLADE

Je niedriger die Temperaturen und je höher der Benzinpreis, umso stärker pulsieren in Kalifornien die Verschwörungstheorien über freie Energie


AmoserEs sind nicht nur laue Lüftchen, die dem Südkalifornier im Winter um die Nase wehen. Erst vor kurzem haben orkanartige Sturmböen Baume, Dächer und E-Maste auf die Matte geschickt und bis acht angezählt. Die Aufräumarbeiten werden noch bis in in den Sommer andauern. Gefolgt wurde die Nassrasur von einer Kaltströmung mit Temperaturen an der Gefriergrenze. In den überwiegend unisolierten und zugigen Häusern gehen Gas- und Stromrechnungen durch die Decke. Es ist die Ironie des Schicksals, dass wie immer die armen Deppen frieren: Leute, die sich wesentlich mehr mit ihrem Broterwerb als mit hehren Zielen wie Klimabeeinflussung beschäftigen, während dasselbe Thema in wohlbeheizten und wohlbestallten Kreisen zu ähnlich aufregenden Plauderstunden Anlass gibt wie die Heldentaten von Britney Spears oder die unablässigen „Friedensbemühungen“ von Obama und Hillary.

Beim Lesen der allmorgendlichen Los Angeles Times werden die Falten auf der Stirne von Bulwinder Khatter immer tiefer. Obwohl ihn nichts so leicht erschüttern kann und die Rollergeschäfte zufriedenstellend laufen, schüttelt er ob des zunehmenden Chaos im Land immer öfter den Kopf. Diebstähle von gebrauchtem Gemüseöl greifen immer mehr um sich. Vor nicht so langer Zeit musste man noch für die Entsorgung jedes Gebrauchtöls bezahlen. Mit der Verbreitung von „Dieselkochern“, die das Öl in der Garage in Treibstoff für Dieselmotore und Heizungsanlagen umwandeln, ist der Bedarf raketenhaft angestiegen. In Yuma, einem Wüstenstädtchen im „Dreiländereck“ Kalifornien-Arizona-Mexiko, legte sich der Manager eines Kentucky-Fried-Chicken-Restaurants auf die Lauer, nachdem er wiederholten Abfallöl-Diebstahl festgestellt hatte: Als kurz vor dem Morgengrauen ein Tankwagen hinter dem Lokal anhält, stürmt der heldenhafte Manager mit geladener Pump Gun aus dem Restaurant. Dies sagt zumindest der Polizeireport, nachdem man drei verkohlte Leichen hinter einem abgebrannten Fast-Food-Lokal und einem ausgebrannten Tank-Lkw gefunden hatte.

In Nachrichten und Zeitungsartikeln spekuliert man bereits über die Verbindung mexikanischer Drogenkartelle mit dem Gebrauchtöl-Handel. Der Sheriff empfiehlt den Geschäftsleuten, ihr Leben nicht für ein paar hundert Dollar aufs Spiel zu setzen und die Abfalltanks zu sichern – gegen die Kleinkriminellen. Und das ist in dieser Ausgabe der LA Times nicht der einzige Artikel über Yuma County und Sheriff Ralph „Peacemaker“ Ogden, einem Lawman der alten Schule mit Vorliebe für großkalibrige Double-Action-Revolver: Nur einen Tag vor dem „Shoot-out im KFC Corral“ beschießt ein Wahnsinniger in Fortuna Foothills, einem Wüstennest westlich von Yuma, einen Wassertank. Die Schüsse wären unbemerkt geblieben, hätte der Mann nicht in größter Aufregung Polizei und Sheriff alarmiert und Verstärkung im Kampf gegen außeridische Invasoren angefordert. In der Tat sind die hochgestellten Wassertanks den Tentakelmaschinen aus „Krieg der Welten“ nicht unähnlich – wenn man nur genügend Crack konsumiert hat …

Illu_1_klWenn Bulwinder den Kopf zu sehr schüttelt, zieht ihm Gattin Mumtaz mit schneller Bewegung die Zeitung aus der Hand und schiebt das stets bereitgehaltene Heftchen mit den Anweisungen zur Selbstfindung von Bhagat Jaidev, einem Poeten am Hofe des frühgeschichtlichen Königs Laxman von Bengalen, über den Frühstückstisch. Aber noch bevor Bulwinder das verschlissene Heftchen aufschlagen kann, hastet eine seltsame Gestalt mit Grußworten und Segnungen auf die Terrasse, umarmt Mumtaz und deutet einige Bewegungen des Krishna-Tanzes an. Das Männchen trägt eine knielanges, oranges Kurta mit giftgrünen Baumwollhosen, die bis zur halben Wade reichen. Ein guter Akzent zu den langen, roten Locken, den Sommersprossen auf papierweißer Haut und den dicken Brillengläsern. Die Falten auf Bulwinders Stirne sind so tief wie selten zuvor, das Kopfschütteln weicht einem ungläubig geoffneten Mund. Mumtaz stellt die Lichtgestalt vor: „Malibu Baba, Energieheiler und Lichtlehrer unserer Tochter Gulwat.“

Beim Handschütteln mit Malibu Baba klappt Bulwinders Mund zu und er stammelt mit tonloser Stimme und kugelrunden Augen: „Aha, soso, Licht-Baba.“ Worauf Malibu Baba im vollen Bewusstsein seiner Erleuchtung den einzigen ihm geläufigen Satz in Sanskrit einwirft: „Nasti Yogat Param Balam – es gibt keine größere Kraft als Yoga.“

Bulwinder, der sich unter Einfluss bewusstseinsverändernder Drogen wähnt, lächelt gequält, dreht sich zu Mumtaz und sagt in Hindi: „Da haben wir’s, das weiße Gespenst hält sich für einen Guru.“ Aufgeregt plappernd stürmt Gulwat auf die Terrasse und befreit ihren dankbaren Vater von weiteren Wortspenden des Lichtgurus. Das Telefon läutet – Sohn Ramjeet wartet vor der Türe, um Bulwinder zu einer Expertenrunde über Feststoffgeneratoren auf der Caltech mitzunehmen. Forschung, Verwaltung und Industrie treffen sich einmal im Jahr zur Koordination von Budgets und Sicherheitsvorschriften. Bulwinder, der entsprechende Forschungsprojekte mit erheblichen Summen unterstützt, hofft auf klare Richtlinien bezüglich des Einsatzes dieser Technologie im Fahrzeugbereich.

Am Weg nach Pasadena geraten Vater und Sohn Khatter in den üblichen Stau auf der 101. Der Verkehr steckt wie der Keil im Holz, als plötzlich jemand an das Seitenfenster des Autos klopft. Erstaunt drehen Bulwinder und Ramjeet die Köpfe und schauen in das feixende Gesicht von Raman Burman Suleiman, in der Szene besser bekannt unter seinem Spitznamen „zorniger Burgman“ (siehe auch „motomobil“ Folge 005). Suleiman, auf seinem Suzuki Burgman 400 flink im Verkehr, hat den auffällig lackierten Chevy Volt der Khatters im Vorbeifahren erkannt und hält auf ein kurzes Pläuschchen an: „Salam Aleikum, Vater und Sohn aus dem Lande Aladins, wohin geht der Stillstand?“

Bulwinder liebt Suleimans Sticheleien, in diesem Fall die Anspielung auf die islamische Vergangenheit Indiens. Lachend antwortet er: „Nirgendwohin, Krieger des Hochgepriesenen, wir wollen nur den Stau vergrößern, damit die Leute mehr Elektroroller kaufen!“ Suleiman grinst säuerlich. Die Verkaufszahlen der letzen Monate waren katastrophal. Im Grunde hat Suleiman die Hoffnung auf Weiterführung seines Zweiradhandels schon aufgegeben. Trotzdem sieht er hoffnungsfroh in die Zukunft: Die geplante Beteiligung an der Hydrogenerzeugungsanlage des genialen Jimmy Larson soll ihn, Suleiman, zum reichen Mann machen. So reich, dass er dem Rollerimport der Khatters ein Übernahmeangebot machen wird. Es nervt den begnadeten Verkäufer Suleiman gewaltig, dass die Khatters in derselben Branche erfolgreich sind, während er seinen Laden zusperren muss.

Im langsam rollenden Verkehr will Suleiman von Ramjeet wissen, was er von supereffizienter Hydrogengewinnung hält. Ramjeet wundert sich über Suleimans Interesse. Vor kurzem konnte er Einsicht in streng geheime Dokumente über Elektrolyse unter Molekularfrequenzbeschallung in spezieller Oberflächengeometrie und -beschichtung nehmen. Die Ergebnisse waren hinsichtlich des benötigten Energieaufwandes schlichtweg sensationell. Sollte sich die Oberflächenbeschichtung im Langzeitversuch als stabil erweisen, liegt supereffiziente Elektrolyse im Wirkungsgrad und der Anwendungsmöglichkeit über den derzeit im Versuch laufenden Feststoffgeneratoren. Der Energieaufwand für die Hydrogenerzeugung, so unglaublich es klingt, liegt um bis zu 60 Prozent unter der in der entsprechenden Menge Wasserstoff gespeicherten Energie. Damit scheint supereffiziente Elektrolyse die erste unabhängige Freienergie der bekannten Geschichte zu sein. Unter der Voraussetzung, dass man Zugang zu Wasser hat. Und Wasser lässt sich ganz einfach nicht so gut kontrollieren und beschränken wie die Rohstoffe, die für den Betrieb der Feststoffgeneratoren nötig sind.

Supereffiziente Elektrolyse ist damit ungefähr so revolutionär wie die Erkenntnis, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt. Würde man das Know-how für die Teilprozesse zusammenfassen und veröffentlichen, wäre der Bär los und politisches Chaos unvermeidlich. Anstelle einer langen technischen Antwort zeigt Ramjeet einfach den hohen Daumen auf Suleimans Frage – was dessen Gesicht strahlen lässt wie einen ungekühlten Reaktorbrennstab.

Am frühen Abend deselben Tages findet man Bulwinder und Ramjeet nach Abschluss der Tagung etwas erschöpft im Red Door Cafe bei Melange De Fruit Crepe und Black Forest Mocha. Finanzierung und gesetzliche Absegnung des ersten Feststoffgeneratorantriebes in einem Motorroller sind unter Dach und Fach. Das Aggregat besteht aus fünf Materialschichten, welche die jeweils die nächstliegende Lage auf molekularer Ebene stimulieren, wodurch ein elektrisches Feld erzeugt wird. Die Stromstärke der einzelnen Schichtblöcke ist nicht gerade umwerfend, sodass mehrere Blöcke zusammengefasst werden müssen, um eine Maximalleistung von knapp fünf kW bereitzustellen. Das entsprechende Generatorpaket wiegt allerdings über 120 Kilo und erfordert aufgrund seiner stattlichen Abmessungen einen maßgeschneiderten Spezialrahmen. Fahrdynamisch nicht sehr attraktiv, und wegen der Dimensionen des Aggregates und des schlechten Leistungsgewichtes auch nicht für Soziusbetrieb geeignet. Aber das ist alles Schnee von gestern, sobald das Zauberwort gesprochen wird: mindestens 20 Jahre Laufzeit und ansteigender Output, je niedriger die Außentemperaur. „Ein Molekularturbo“, meint Ramjeet beim Vorzeigen der Leistungs-Temperatur-Kurve.

Bulwinder will wissen, ob man den Roller mit einem Spannungswandler für Stromeinspeisung ins Hausnetz austatten kann, als es plötzlich rundherum totenstill wird und sich alle Augen auf die TV-Schirme richten. Eine Riesenexplosion mit Feuer in Sylmar, einem Industriegebiet nördlich der Stadt. Die Explosion war so heftig, dass sensationslüsterne Fernsehreporter ein abgestürztes Flugzeug oder einen Terroranschlag vermuten. Aus der Perspektive der Kamerahubschraubers sieht die Sache aus wie ein Vulkanausbruch. Ein ganzes Stadtviertel muss evakuiert werden.
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Während Bulwinder und Ramjeet
mit offenen Mündern vor dem Fernsehgerät sitzen, steht ein bis in die Grundfesten erschütterter Suleiman vor der Polizeiabsperrung und betrachtet das feurige Inferno, in dessen Zentrum sich einst die Hydrogenproduktionsanlage von Jimmy Larson befand. Im Chaos zwischen flüchtenden Anwohnern und eintreffenden Einsatzfahrzeugen sieht er weiter vorne seinen erhofften Geschäftspartner Jimmy Larson in heftiger Diskussion mit zwei Uniformierten. Ohne Zögern stürmt Suleiman durch die Absperrung. Er packt Larson, der selbst an den Uniformierten vorbei zur Unfallstelle will, an der Schulter und brüllt ihm mit überschlagender Stimme Fragen ins Gesicht. Larson reagiert mit einem ansatzlosen Aufwärtshaken, der Suleiman wie einen Sack Kartoffel auf den Asphalt setzt. Die auf Armlänge stehenden Ordungshüter werden von Larsons blitzschneller Reaktion überrascht und positionieren sich zwischen Larson und den vom Boden hochschnellenden Suleiman, um weitere Feindseligkeiten zu verhindern. In seinem gerechten Zorn lässt sich Suleiman von den Uniformen nicht beeindrucken und will Larson an den Kragen. In einem Wirbelwind von Stockhieben und Drehgriffen geht er erneut zu Boden, Sekunden später findet er sich mit Handschellen am Rücken am Hintersitz eines Polizeiautos.

Als Suleiman Stunden später aus dem Revier entlassen wird, ist die Geschichte um die Explosion bereits Stadtgespräch. Wie sich heraustellt, ist sie nicht der erste Unfall in Zusammenhang mit Larsons Hydrogenerzeugung. Eine vorangegangene Explosion in einer Produktionsanlage in Simi Valley kostete sogar das Leben eines der beiden Söhne Larsons. Der Neustart in Sylmar sollte die alten Spuren verwischen – in schicksalshafter Tragik fliegt die neue Anlage aber wieder in die Luft und diesmal wird der verbliebene Sohn Larsons schwerst verletzt.

Hinter dem Kassenpult seines leeren Geschäftes hadert Suleiman mit dem Schicksal: „Oh Allmächtiger, der Scheitan hat mich zu einem Gehilfen des lodernden Höllenfeuers gemacht. Gib meinem Herzen Mut und befreie mich von allem, das mich daran hindert, Dir zu dienen!“

Unterdessen schreitet die Entwicklung einer Kleinserie von Feststoffgenerator-Rollern für Half-A-Hybrid zügig fort. Alle Produktionsschritte werden wegen noch ungeklärter Patentrechte und der politischen Bedeutung des neuen Energieträgers von lokalen Firmen in Kalifornien durchgeführt. Die Generatoren samt Software werden direkt bei Caltech von einer Handvoll zu größter Geheimhaltung verpflichteter Techniker zusammengebaut und versiegelt. Als Ausgangsbasis wählt man einen Burgman 650, dessen Hauptrahmen verstärkt und um einige Zentimeter verlängert wird. Tank, Auspuff, Automatik, Zweizylinderantrieb und sogar die Sozius-Sitzbank weichen dem voluminösen Generator; der Elektromotor sitzt in der Nabe des Hinterrades. Um das höhere Fahrzeugheck stilistisch zu entschärfen und etwas Stauraum zu schaffen, wird hinter dem Fahrersitz ein an die Karroserielinien angepasstes, bis zum Heck reichendes Topcase aufgesetzt. Im Profil wirkt der Burgman damit wie ein ein Sportkombi.

Bescheidene viereinhalb bis fünf kW bei einem Gewicht von fast 300 Kilo sorgen für Fahrleistungen auf 50-Kubik-Niveau. Die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Straße liegt bei 70 Stundenkilometern. Damit ist das Fahrzeug für die zum Teil recht stark ansteigenden Autobahnen in Los Angeles ungeeignet. Was aber angesichts der jahrelangen Brenndauer des Generators keine Rolle spielen soll. Alle am Projekt Beteiligten wissen, dass dieses Fahrzeug der erste, wackelige Schritt in die Zukunft der Zivilisation sein wird. So wird auch die gesamte Versuchsserie mit Spannungsumwandlern auf 12 Volt und auf 110 Volt Haushaltsstrom ausgestattet. Mit 4500 Watt lassen sich die meisten Verbraucher im Haushalt versorgen, so man nicht Klimaanlage, Wäschetrockner und Poolpumpen gleichzeitig betreiben will.

Als die erste Kleinserie fertiggestellt und amtlich abgesegnet ist, bemerkt Bakshish, der Mann fürs Tagesgeschäft bei Half-A-Hybrid, dass das Fahrzeug außer ein paar Buchstaben und Zahlen keinen Namen hat. Ein eilig einberufener Familienrat bemüht sich, einen passenden Namen für die Antriebstechnologie der Zukunft zu finden. Ideen und Worte fliegen herum, allein, der zündende und richtungsweisende Name ist nicht dabei. Ramjeet schlägt sich mit der flachen Hand an die Stirne, Bulwinder läuft auf der Terasse auf und ab wie ein Löwe im Käfig, Bakshish murmelt unausgesetzt irgendwelche Namen, aus dem freigeschalteten Telefon krächzt das Geschrei des alten Raghubir in Punjab, während Mumtaz die verzweifelt Suchenden mit Masala Chai labt.

Der Hirnsturm steigert sich zum Orkan, als sich plötzlich die Türe öffnet und die Lichtgestalt von Malibu Baba erscheint. Gulwat quietscht aufgeregt und zieht Malibu Baba in die Mitte der Runde. Malibu Baba, wie immer in knielangen Baumwollhosen mit Jesuspatscherln, lauscht dem Problem mit gesenktem Kopf und todernster Miene, hebt dann – noch immer mit gesenktem Kopf  – ruckartig die Hand in die Höhe und spricht: „So soll er, wie einst das Behältnis immerwährender Energie, den Namen 'Bundeslade’ tragen!“

Bulwinder stützt sich mit nach oben verdrehten Augen auf den Tisch, Bakshish kann wie alle anderen mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen, nur Ramjeet springt begeistert auf und zieht Parallelen zwischen dem Generator-Burgman und der Bundeslade: „Das alte Testament, Moses, die Bundeslade, Aufbewahrungsort der Steintafeln mit den zehn Geboten. Eine geheimnisvolle, unerschöpfliche Energie in einer goldbeschichteten Box, die Gerüchten zufolge heute in Axum, Äthiopien, aufbewahrt wird.“ Bakshish legt den Kopf zur Seite und will wissen: „Ist diese Geschichte nicht zu religiös eingefärbt?“ Ramjeet winkt ab: „Ach was, fast jeder in diesem Land hat eine Bibel im Haus. Fast jeder kennt den Begriff Bundeslade. Eine phantastische Modellbezeichnung!“

Es ist keine einfache Aufgabe für Raman Burman Suleiman, seinen unprofitablen Motorradhandel an den Mann zu bringen. Cash gab es keines, er kann von Glück sagen, dass er seine Verpflichtungen und natürlich die laufenden Kosten auf den Nachfolger übertragen kann. Nach Abwicklung der Übergabe setzt er sich demütig auf seinen Burgman 400 und fährt nach Calabasa, um sich bei Half-A-Hybrid um einen Verkäuferjob zu bewerben. Im Gespräch mit Bakshish espart er sich die respektlose Anrede „Kasseninder“ und nachdem man bei Half-A-Hybrid über das Verkaufstalent von Suleiman Bescheid weiß, wird man sich sehr schnell einig. Bakshish reibt sich zufrieden die Hände. Der „zornige Burgman“ kann Eiskästen an Pinguine verkaufen. Er hat zweifellos das Zeug dazu, der Kundschaft die teuren Hybridroller aufzuschwatzen.



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In der nächsten „motomobil“-Folge: Glaubenskrieg um den Bundeslade-Roller; Half-A-Hybrid im Mittelpunkt geheimdienstlicher Umtriebe; Ramjeet fädelt Vermarktung von Andrea Rossis Kalte-Fusion-Technologie an Home Depot ein; Suleiman stolpert über HAARP-Technologie-Unterlagen; der Dschinn aus dem Brunnen Zamzam … 



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